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tte und der Vorhang des Zeltes ward aufgerissen: "Auf, Koenig der Goten," rief eine leidenschaftliche Stimme, "jetzt ist nicht Zeit, zu schlafen!" - "Ich schlafe nicht, Teja," sprach Witichis, "seit wann bist du zurueck? Was bringst du?" - "Eben schritt ich ins Lager, der Tau der Nacht ist noch auf mir. Wisse zuerst: sie sind tot." - "Wer?" - "Der Verraeter und die Moerderin!" - "Wie? du hast sie beide erschlagen?" - "Ich schlage keine Weiber. Theodahad, dem Schandkoenig, folgte ich zwei Tage und zwei Naechte. Er war auf dem Weg nach Ravenna, er hatte starken Vorsprung. Aber mein Hass war noch rascher als seine Todesangst. Schon bei Narnia holte ich ihn ein: zwoelf Sklaven begleiteten seine Saenfte: sie hatten nicht Lust, fuer den Elenden zu sterben: sie warfen die Fackeln weg und flohn. Ich riss ihn aus der Saenfte und drueckte ihm sein eigenes Schwert in die Faust: er aber fiel nieder, bat um sein Leben und fuehrte zugleich einen heimtueckischen Stoss nach mir. Da schlug ich ihn, wie ein Opfertier: mit drei Streichen. Einen fuer das Reich: und zwei fuer meine Eltern. Und ich hing ihn an seinem goldenen Guertel auf, an der offenen Heerstrasse, an einem duerren Eibenbaum: da mag er hangen, ein Frass fuer die Voegel des Himmels, eine Warnung fuer die Koenige der Erde." "Und was ward aus ihr?" "Sie fand ein schrecklich Ende!" sprach Teja schaudernd. "Als ich von hier nach Rom kam, wusste man nur, dass sie verschmaeht, den Feigling zu begleiten: er floh allein. Gothelindis aber rief seine kappadokische Leibwache zusammen und verhiess den Maennern goldne Berge, wenn sie zu ihr halten und mit ihr nach Dalmatien und in das feste Salona sich werfen wollten. Die Soeldner schwankten und wollten erst das verheissne Gold sehen. Da versprach Gothelindis, es zu bringen und ging. Seitdem war sie verschwunden. Wie ich wieder durch Rom kam, war sie freilich gefunden." - "Nun?" - "Sie hatte sich in die Katakomben gewagt, allein, ohne Fuehrer, einen dort vergrabnen Schatz zu holen. Sie muss sich in diesem Labyrinth verirrt haben, sie fand den Ausgang nicht mehr. Suchende Soeldner trafen sie noch lebend: ihre Fackel war nicht herabgebrannt, sondern fast voellig erhalten: sie musste alsbald erloschen sein, nachdem sie die Hoehlung beschritten. Wahnsinn sprach aus ihrem Blick: lange Todesangst, Verzweiflung haben dieses boese Weib zermuerbt: sie starb, sowie sie ans Tageslicht gebracht war." "Schrecklich!" rief Witichis. - "Gere
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