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rmanus, den edeln, den kaiserlichen Prinzen von Byzanz? und harrst auf
ihn?"
"Und harr' auf ihn! Aber nicht des Spruches allein wegen. In meinem Herzen
lebt ein Voegelein, das singt mir alle Tage: "er wird dein, er muss dein
werden." Ich weiss es sternengewiss," schloss sie, das Auge zum Himmel
aufschlagend und in die fruehere Traeumerei versinkend.
Rasche Schritte toenten von der Villa her. "Ah," rief Aspa, "dein schmucker
Freier! Armer Arahad, du verlierst deine Muehe!"
"Ich will dem Spiel ein Ende machen heut'!" sprach Mataswintha, sich
erhebend: und auf ihrer Stirn, in ihren Augen lag jetzt eine zornige
Strenge, die das Blut der Amaler in ihren Adern bekundete: es lebte eine
seltsame Mischung von lodernder Leidenschaft und hinschmelzender Weichheit
in dem Maedchen. Aspa staunte oft ueber das verhaltne Feuer in ihrer Herrin.
"Du bist wie die Goetterberge in meiner Heimat," sagte sie: "Schnee auf dem
Gipfel: Rosen um den Guertel: aber im Innern versengendes Feuer: das oft
ueber Schnee und Rosen stroemt."
Indes bog Graf Arahad aus dem buschigen Wege und neigte sich vor dem
schoenen Weibe mit einem Erroeten, das ihm wohl anstand. "Ich komme," sagte
er, "Koenigin ..." -
Aber herb unterbrach sie ihn. "Hoffentlich, Graf von Asta, kommst du,
endlich diesem schnoeden Spiel von Gewalt und Luege ein Ende zu machen.
Nicht laenger will ich's tragen. Dein kecker Bruder ueberfaellt mich
ploetzlich, die wehrlose, in die Trauer um ihre Mutter versunkene Waise, in
meinen Gemaechern, nennt mich in einem Atem seine Koenigin und seine
Gefangene und haelt mich wochenlang in unwuerdiger Haft. Er bringt mir den
Purpur und nimmt mir die Freiheit. Darauf kommst du und verfolgst mich mit
deiner eiteln Werbung, die dich nie zum Ziele fuehrt. Ich habe dich
verschmaeht in der Freiheit: glaubst du, gefangen, in deiner Zwanggewalt,
wird dich, du Thor, das Kind der Amaler erhoeren? Du schwoerst, du liebest
mich? Wohlan, so achte mich. Ehre meinen Willen, lass mich frei. Oder
zittre, wenn mein Befreier naht." Und drohend trat sie auf den Bestuerzten
zu, der keine Worte finden konnte.
Da eilte heftigen Schrittes Herzog Guntharis herbei, mit funkelnden Augen.
"Auf, Arahad," rief er, "komm zu Ende. Wir muessen fort, sogleich. Er naht,
er dringt mit Macht heran." - "Wer?" fragte Arahad hastig. - "Er sagt, er
kommt sie zu befreien. Er hat gesiegt, der Bauernkoenig, und unsre
Vorposten geschlagen bei Castrum Sivium."
"Wer?" fragte jetzt
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