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Praefekten los. Aber ploetzlich hielt er inne und senkte die Waffe, die schon des Bedrohten Brust streifte. Denn unbeweglich, wie eine Statue, ohne eine Miene zu verziehen, den kalten Blick durchbohrend auf den Wuetenden gerichtet, war Cethegus stehen geblieben, ein Laecheln unsaeglicher Verachtung um die Lippen. "Was soll der Blick und dieses Lachen?" fragte Belisar innehaltend. Prokop winkte leise den Wachen, abzutreten. "Mitleid mit deinem Feldherrnruhm, den ein Augenblick des Jaehzorns fuer immer verderben sollte. Wenn dein Stoss traf, warst du verloren." "Ich!" lachte Belisar. "Ich sollte meinen du." "Und du mit mir. Glaubst du, ich stecke tolldreist den Kopf in den Rachen des Loewen? Dass einem Helden deiner Art zu allererst der feine Einfall kommen werde, dich mit einem guten Schwertstreich herauszuhauen, das vorauszusehen war nicht schwer. Dagegen hab' ich mich geschuetzt. Wisse: seit diesem Morgen ist infolge eines versiegelten Auftrages, den ich zurueckliess, Rom in den Haenden, in der Gewalt meiner blindergebnen Freunde. Das Grabmal Hadrians, das Kapitol und alle Thore und Tuerme der Umwallung sind besetzt von meinen Isauriern und Legionaren. Meinen Kriegstribunen, todesmutigen Juenglingen, hab' ich diesen Befehl hinterlassen fuer den Fall, dass du ohne mich vor Rom eintriffst." Er reichte Prokop eine Papyrusrolle. Dieser las: "An Lucius und Marcus die Licinier Cethegus der Praefekt. Ich bin gefallen, ein Opfer der Tyrannei der Byzantiner. Raechet mich! Ruft sofort die Goten zurueck. Ich fordre es bei eurem Eid. Besser die Barbaren als die Schergen Justinians. Haltet euch bis auf den letzten Mann. Uebergebt die Stadt eher den Flammen als dem Heer des Tyrannen." "Du siehst also," fuhr Cethegus fort, "dass dir mein Tod die Thore Roms nicht oeffnet, sondern fuer immer sperrt. Du musst die Stadt belagern: oder mit mir abschliessen." Belisar warf einen Blick des Zornes, aber auch der Bewunderung auf den kuehnen Mann, der ihm mitten unter seinen Tausenden Bedingungen vorschrieb. Dann steckte er das Schwert ein, warf sich unwillig auf seinen Stuhl und fragte: "Welches sind deine Bedingungen fuer die Uebergabe?" "Nur zwei. Erstens giebst du mir Befehl ueber einen kleinen Teil deines Heeres. Ich darf deinen Byzantinern kein Fremder sein." "Zugestanden. Du erhaeltst als Archon zweitausend Mann illyrischen Fussvolks und eintausend saracenische und maurische Reiter. Genuegt das?" "Vollkommen. Zwe
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