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omulus!" rief Prokop, als er geendet hatte. "Ihr macht noch immer Weltgeschichte an dem Tiber. Nun, hier meine Hand. Meine Hilfe hast du! Belisar soll siegen, doch nicht herrschen in Italien; darauf lass uns noch einen Krug herben Sallustius leeren!" Frueh am andern Tage vermittelte Prokop seinem Freunde eine Unterredung mit Belisar, von welcher jener sehr befriedigt zurueckkam. "Nun, hast du ihm alles gesagt?" fragte der Historiker. "Nicht eben alles!" sprach Cethegus mit feinem Laecheln: "man muss immer noch etwas zu sagen uebrig behalten." Zwoelftes Kapitel. Bald darauf ward das Lager von seltsamer Aufregung erfuellt. Das Geruecht von der Ankunft des heiligen Vaters, das seiner reich vergoldeten Saenfte voranflog, riss die Tausende von Soldaten mit Kraeften der Andacht, der Ehrfurcht, des Aberglaubens, der Neugier aus ihren Zelten, von Schlaf und Schmaus und Spiel hinweg, ihm entgegen. Kaum, dass die Anfuehrer die Mannschaft im Dienst und auf den Wachen zurueckhalten konnten; meilenweit waren ihm die Glaeubigen entgegengeeilt und geleiteten jetzt, mit Haufen des Landvolks der Umgegend gemischt, seinen Zug ins Lager. Laengst hatten sich Bauern und Soldaten an der Eselinnen Statt, die seine Saenfte trugen, eingespannt: - vergebens hatte sich die Bescheidenheit des Papstes dagegen gestraeubt - und unter unaufhoerlichem Jubelruf: "Heil dem Bischof von Rom, Heil dem heiligen Petrus!" waelzte sich der Strom der Tausende heran, ueber die Silverius unermuedlich Segen sprach. Seiner beiden Mitgesandten, Scaevola und Albinus, dachte kein Mensch. Belisar sah von seinem Zelthuegel aus mit ernsten Augen das maechtige Schauspiel. "Der Praefekt hat Recht!" sprach er dann: "dieser Priester ist gefaehrlicher als die Goten. Es ist ein Triumphzug! Prokop, lass die byzantinische Leibwache an meinem Zelt abloesen, sowie die Unterredung beginnt: sie sind allzugute Christen. Lass die Hunnen aufziehn und die heidnischen Gepiden." Damit schritt er in sein Zelt zurueck, wo er alsbald, von seinen Heerfuehrern umgeben, die roemische Gesandtschaft empfing. Den Prinzen Areobindos hatte Prokop von der Notwendigkeit einer Rekognoscierung ueberzeugt, die nur heute und nur von ihm vorgenommen werden konnte. Umwogt von einem glaenzenden geistlichen Gefolge nahte der Papst dem Feldherrnzelt. Grosse Massen Volkes draengten nach, aber sowie der Papst mit Scaevola und Albinus die Muendung der engen Lag
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