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ngen? Das soll ihm schlecht bekommen." -
"Florentia ist gefallen! Er schickte Hildebad gegen die Stadt, der sie im
Sturme nahm. Er rannte mit eigener Hand das Marsthor ein, - der wuetige
Stier!"
Mit finsterer Miene vernahm Herzog Guntharis diese Ungluecksbotschaften;
aber rasch fasste er seinen Entschluss. Er brach sofort mit all seinen
Truppen gegen die Stadt auf, sie durch einen raschen Streich zu nehmen.
Der Ueberfall misslang.
Aber die Empoerer hatten die Befriedigung, zu sehen, dass die Festung, deren
Besitz den Buergerkrieg entschied, wenigstens auch dem Feind sich nicht
geoeffnet hatte. Im Suedosten, vor der Hafenstadt Classis, hatte sich der
Koenig gelagert. Des Herzogs Guntharis geuebter Blick erkannte alsbald, dass
auch die Suempfe im Nordwesten eine sichere Stellung gewaehrten, und rasch
schlug er hier ein wohlverschanztes Lager auf.
So hatten sich die beiden Parteien, wie zwei ungestueme Freier um eine
sproede Braut, hart an beide Seiten der gotischen Koenigsstadt gedraengt, die
keinem ein guenstiges Gehoer schenken zu wollen schien.
Tags darauf gingen zwei Gesandtschaften, aus Ravennaten und Goten
bestehend, aus dem nordwestlichen und aus dem suedoestlichen Thor der
Festung, dem Thor des Honorius und dem des Theoderich, und brachten, jene
in das Lager der Woelsungen, diese zu den Koeniglichen, den verhaengnisvollen
Entscheid von Ravenna.
Dieser musste sehr seltsam lauten. Denn die beiden Heerfuehrer, Guntharis
und Witichis, hielten ihn, in merkwuerdiger Uebereinstimmung, streng geheim
und sorgten eifrig dafuer, dass kein Wort davon unter ihre Truppen gelangte.
Die Gesandten wurden sofort aus den Feldherrnzelten beider Lager unter
Bedeckung von Heerfuehrern, die jede Unterredung mit den Heermaennern
verwehrten, nach den Thoren der Stadt zurueckgebracht.
Aber auch sonst war die Wirkung der Botschaft in den beiden Heerlagern
auffallend genug. Bei den Empoerern kam es zu einem heftigen Streit
zwischen den beiden Fuehrern: dann zu einer sehr lebhaften Unterredung von
Herzog Guntharis mit seiner schoenen Gefangenen, die, wie es hiess, nur
durch Graf Arahad vor dem Zorne seines Bruders geschuetzt worden war.
Darauf versank das Lager der Rebellen in die Ruhe der Ratlosigkeit.
Folgenreicher war das Erscheinen der ravennatischen Gesandten in dem Lager
gegenueber. Die erste Antwort, die Koenig Witichis auf die Botschaft erliess,
war der Befehl zu einem allgemeinen Sturm auf die Stadt.
Ueberrascht ver
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