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rengste Untersuchung ..." -
"Ich verlange sie," sprach Silverius, "als mein Recht."
"Es soll dir werden, zweifle nicht! Aber nicht ich darf es wagen, hier zu
richten: nur die Weisheit des Kaisers selbst kann hier das Recht finden.
Vulkaris, mein getreuer Heruler, dir uebergeb ich die Person des Bischofs.
Du wirst ihn sogleich auf ein Schiff bringen und nach Byzanz fuehren."
"Ich lege Verwahrung ein," sprach Silverius. "Ueber mich kann niemand
richten auf Erden als ein Konzil der ganzen rechtglaeubigen Kirche. Ich
verlange, nach Rom zurueckzukehren."
"Rom siehst du niemals wieder! Und ueber deine Rechtsverwahrung wird der
Kaiser Justinian, der Kaiser des Rechts, mit Tribonian entscheiden. Aber
auch deine Genossen, Scaevola und Albinus, die falschen Mitanklaeger des
Praefekten, der sich als des Kaisers treusten, kluegsten Freund erwiesen,
sind hoch verdaechtig. Justinian entscheide, wie weit sie unschuldig. Auch
sie fuehrt in Ketten nach Byzanz. Zu Schiff! Dort hinaus, zur Hinterthuer
des Zeltes, nicht durchs Lager. Vulkaris, dieser Priester aber ist des
Kaisers gefaehrlichster Feind. Du buergst fuer ihn mit deinem Kopf."
"Ich buerge," sprach der riesige Heruler, vortretend und die gepanzerte
Hand auf des Bischofs Schulter legend. "Fort mit dir, Priester! zu Schiff.
Er stirbt, eh' er mir entrissen wird."
Silverius sah ein, dass weiteres Widerstreben nur seine Wuerde gefaehrdende
Gewalt hervorrufen werde. Er fuegte sich und schritt neben dem Germanen,
der die Hand nicht von seiner Schulter loeste, nach der Thuer im Hintergrund
des Zeltes, die eine der Wachen aufthat.
Er musste hart an Cethegus vorbei. Er beugte das Haupt und sah ihn nicht
an: aber er hoerte, wie dieser ihm zufluesterte: "Silverius, diese Stunde
vergilt deinen Sieg in den Katakomben. Nun sind wir wett!"
Dreizehntes Kapitel.
Sowie der Bischof das Zelt verlassen, erhob sich Belisar lebhaft von
seinem Sitze, eilte auf den Praefekten zu, umarmte und kuesste ihn: "Nimm
meinen Dank, Cethegus Caesarius! Ich werde dem Kaiser berichten, dass du ihm
heute Rom gerettet hast. Dein Lohn wird nicht ausbleiben."
Aber Cethegus laechelte: "Meine Thaten belohnen sich selbst."
Den Helden Belisarius hatte der geistige Kampf dieser Stunde, der rasche
Wechsel von Zorn, Furcht, Spannung und Triumph mehr als ein halber Tag des
Kampfes unter Helm und Schild angestrengt und erschoepft. Er verlangte nach
Erholung und Labung und
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