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Der Richter bin ich: an deines Herrn, des Kaisers Statt." "Und der Klaeger?" fragte Silverius. Cethegus wandte sich halb gegen Belisar und sprach: "Der Klaeger bin ich! Ich habe Silverius, den Bischof von Rom, des Verbrechens der verletzten Majestaet des Kaisers und des Hochverrats am roemischen Reich geziehen. Ich beweise sofort meine Klage. Silverius hat die Absicht, die Herrschaft der Stadt Rom und einen grossen Teil Italiens dem Kaiser Justinian zu entreissen und - laecherlich zu sagen! - ein Priesterreich zu gruenden in dem Vaterlande der Caesaren. Und schon hat er den naechsten Versuch gethan zur Ausfuehrung dieses - soll ich sagen: seines Wahnsinns oder seines Verbrechens? Hier ueberreiche ich einen Vertrag, - hier steht die Unterschrift seiner Hand - den er mit Theodahad, dem letzten Fuersten der Barbaren, geschlossen. Der Koenig verkauft darin fuer ewige Zeiten fuer die Summe von tausend Pfund Gold an den heiligen Petrus und seine Nachfolger, fuer den Fall, dass Silverius Bischof von Rom werde, die Herrschaft der Stadt und das Weichbild von Rom und dreissig Meilen in der Runde. Es sind aufgezaehlt alle Hoheitsrechte: Gerichtsbarkeit, Gesetzgebung, Verwaltung, Steuern, Zoelle und selbst Kriegsgewalt. Dieser Vertrag ist nach seinem Datum drei Monate alt. Also im selben Augenblick, da der fromme Archidiakon, hinter Theodahads Ruecken, die Waffen des Kaisers herbeirief, schloss er, hinter des Kaisers Ruecken, einen Vertrag, der diesem die Fruechte seiner Anstrengung rauben und den Papst fuer alle Faelle sichern sollte. Ich ueberlasse es dem Stellvertreter des Kaisers, wie solche Klugheit zu wuerdigen sei. Fuer die Erwaehlten des Herrn gilt als besondre Klugheit der Schlangen Moral: - unter uns Laien ist solches Thun ..." - "Der schaendlichste Verrat!" fiel Belisar donnernd ein, sprang auf und nahm die Urkunde aus des Praefekten Hand. - "Hier sieh, Priester, deinen Namen: kannst du noch leugnen?" Der Eindruck dieser Anklage, dieses Beweises auf alle Anwesenden war ein gewaltiger. Staunen und Unwillen, gemischt mit Spannung auf des Papstes Verteidigung, lag auf den Zuegen aller Gesichter; am meisten aber war Scaevola, der kurzsichtige Republikaner, ueberrascht von diesen Herrscherplaenen seines gefaehrlichen Verbuendeten. Er hoffte, Silverius werde die Verleumdung siegreich niederschlagen. Die Lage des Papstes war in der That hoechst gefaehrlich, die Anklage schien unwiderleglich und das zornlohende Antlitz B
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