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Diese meine Augen sahen ihn hoch auf den Heerschild gehoben: er laesst dich gruessen: und entbietet dich und Athalwin nach Rom. In zehn Tagen sollst du aufbrechen." In allem Schrecken und in aller Freude und zwischen allen Fragen durch konnte sich Rauthgundis nicht enthalten eines freudig stolzen Blicks auf ihren Vater: dann warf sie sich an seine Brust und weinte. "Nun," fragte sie endlich sich losmachend, "Vater, was sagst du nun?" "Was ich sage? Jetzt ist das Unglueck da, das mir geahnt! Ich gehe noch heute Nacht zurueck auf meinen Berg." Zweites Kapitel. Waehrend die Goten bei Regeta tagten, umklammerte in weit geschwungenem Halbkreis das maechtige Heerlager Belisars die hart bedraengte Stadt Neapolis. Rasch, unaufhaltsam wie ein Brand in getrocknetem Heidegras, hatte sich das Heer der Byzantiner von der aeussersten Suedostspitze Italiens bis vor die Mauern der parthenopeischen Stadt gewaelzt, ohne Widerstand zu finden. Denn, dank den Befehlen Theodahads, waren nicht hundert Gotenkrieger in jenen Gegenden zu finden. Das kurze Vorpostengefecht am Passe Jugum war der einzige Aufenthalt, auf den die Griechen stiessen: die roemische Bevoelkerung von Bruttien mit den Staedten Regium, Vibo und Squyllacium, Tempsa und Croton, Ruscia und Thurii, von Calabrien mit den Staedten Gallipolis, Tarentum und Brundusium, von Lucanien mit den Staedten Velia und Buxentum, von Apulien mit den Staedten Acheruntia und Canusium, Salernum, Nuceria und Campsae, und viele andere Staedte nahmen Belisar mit Jubel auf, als er ihnen im Namen des rechtglaeubigen Kaisers Justinian die Befreiung von dem Joche der Ketzer und Barbaren verkuendete. Bis an den Aufidus im Osten, bis an den Sarnus im Suedwesten war Italien den Goten entrissen und erst an den Waellen von Neapel brach sich der Ungestuem dieser feindlichen Wogen. Und wohl ein herrliches Kriegsschauspiel waren diese Heerlager Belisars zu nennen. Im Norden, vor der Porta Nolana, dehnte sich das Lager Johannes des Blutigen. Diesem tapfern Fuehrer war die Via Nolana anvertraut und die Aufgabe, die Strasse nach Rom zu erzwingen. Hier in den breiten Wiesenflaechen, auf den Saatfeldern fleissiger Goten, tummelten die Massageten und die gelben Hunnen ihre kleinen, haesslichen Gaeule. Daneben lagerten leichte persische Soeldner, in Linnenpanzern, mit Pfeil und Bogen; dann schwere armenische Schildtraeger, Makedonen mit zehn Fuss langen "Sarissen" (L
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