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ebriden bei Schottl.) sind der festen Ansicht, fuer die
sie eine lange Erfahrung haben, dass der Besuch eines Fremden ihnen
Schnupfen bringe (Macculloch bei Darwin 2, 214).
Nach dem medizinischen Theil der Novara Reise (1, 225) glauben die
Eingeborenen der Nikobaren, dass die Kokosnuesse von den Baeumen fielen,
sobald ein Missionaer die Insel betraete. So mag denn auch diese
weitverbreitete Ansicht der Grund sein, weshalb in Ponapi, sobald ein
Schiff in Sicht kommt, das Volk flieht und der Priester aufs
Feierlichste die Goetter um Huelfe anruft (Gulick 175), wenn wir es hier
nicht mit etwas Religioesem zu thun haben. Jedenfalls ist wohl zu
beachten, dass die Naturvoelker vor der Bekanntschaft mit den Europaeern
fast nichts von Krankheit wussten; weder die Marianer (le Gobien 140)
noch die uebrigen Mikronesier (Chamisso) noch die Polynesier, von denen
freilich die Neu-Seelaender, obwohl der Gesundheitszustand auch ihrer
Insel im Allgemeinen trefflich war, von schweren Seuchen, die sie schon
vor Cook heimgesucht haetten, erzaehlten (Dieffenbach 2, 12-14), noch die
Neu-Hollaender, Hottentotten und Amerikaner (Waitz 1, 140-41).
Fuer die Indianerstaemme steigert sich die Wirkung solcher Epidemien noch
durch Folgendes, was v. Tschudi, einer der ausgezeichnetsten Kenner der
amerikanischen Voelker, 2, 216 sagt: "Es ist eine hoechst eigenthuemliche
Erscheinung, dass Indianerstaemme, die durch Krieg oder Epidemien
ploetzlich sehr stark reducirt wurden, sich in der Regel nie wieder
erholen und nur noch als wenig zahlreiche Familien gewoehnlich Jahrzehnte
lang hinsiechen, bis sie endlich ganz aussterben. Bei ihnen tritt nicht
mehr die Vermehrungsprogression ein, wie sie vor dem vernichtenden
Schlage stattgefunden hatte, und bei anderen unter den naemlichen
physischen Bedingungen lebenden Voelkern beobachtet wird. Meines Wissens
ist dieses Verhaeltniss noch nirgends eroertert worden. Ich habe es bei
einem genauen Studium der Geschichte der nord- und suedamerikanischen
Indianer als Regel gefunden. Sehr verminderte Fruchtbarkeit des Weibes
ist die Hauptursache: auf welchen physiologischen Einwirkungen sie aber
beruht, ist wohl schwer zu ermitteln." Waitz freilich (1, 163) bringt
Beispiele vom Gegentheil: die Creeks (nach Simpson), die Winibegs (nach
Schoolcraft), die Apachen (Kendall) u.s.w. haben sich nach schweren
Epidemien wieder erholt. Wir kommen hierauf zurueck.
Man hat nun diese auffallende Erscheinung, dass Krankheiten dur
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