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sagte Teja. "Unbegreiflich," versetzte Hildebad. Aber Hildebrand faltete das Pergament zusammen und sagte: "Ich begreife es wohl. Was die Goten anlangt, so wisst ihr, dass Theoderichs ganze Gefolgschaft die Besatzung der Stadt bildet; diese Gefolgen aber haben dem Koenig geschworen, seinem Stamm nie einen fremden Koenig vorzuziehen: auch ich hab' diesen Eid gethan: aber ich habe dabei immer an die Speerseite, nicht an die Spindeln, nicht an die Weiber, gedacht: darum musst' ich damals fuer Theodahad stimmen: darum konnt' ich nach dessen Verrat Witichis huldigen. Der alte Graf Grippa von Ravenna nun und seine Gesellen glauben sich auch an die Weiber des Geschlechts durch jenen Eid gebunden: und verlasst euch darauf, diese grauen Recken, die aeltesten im Gotenreich und Theoderichs Waffengenossen, lassen sich in Stuecke hauen, Mann fuer Mann, eh' sie von ihrem Eide lassen, wie sie ihn einmal deuten. Und, bei Theoderich! sie haben recht. Die Ravennaten aber sind nicht nur dankbar, sondern auch schlau: sie hoffen, Goten und Byzantiner sollen den Strauss vor ihren Waellen ausfechten. Siegt Belisar, der, wie er sagt, Amalaswintha zu raechen kommt, so kann er die Stadt nicht strafen, die zu ihrer Tochter gehalten: und siegen wir, so hat sie die Besatzung in der Burg gezwungen, die Thore zu sperren." "Wie immer dem sei," fiel der Koenig ein, "ihr werdet jetzt mein Verfahren verstehn. Erfuhr das Heer von jenem Bescheid, so mochten viele mutlos werden und zu den Woelsungen uebergehn, in deren Gewalt die Fuerstin ist. Mir blieben nur zwei Wege: die Stadt mit Gewalt nehmen - oder nachgeben: jenes haben wir gestern vergebens versucht und ihr sagt, man koenne es nicht wiederholen. So eruebrigt nur das andre: nachgeben. Arahad mag die Jungfrau freien und die Krone tragen; ich will der erste sein, ihm zu huldigen und mit seinem tapfren Bruder sein Reich zu schirmen." "Nimmermehr!" rief Hildebad, "du bist unser Koenig und sollst es bleiben. Nie beug' ich mein Haupt vor jenem jungen Fant. Lass uns morgen hinueber ruecken gegen die Rebellen, ich allein will sie aus ihrem Lager treiben und das Koenigskind, vor dessen Hand wie durch Zauber jene festen Thore aufspringen sollen, in _unsre_ Zelte tragen." "Und wenn wir sie haben?" sagte Teja, "was dann? Sie nuetzt uns nichts, wenn wir sie nicht als Koenigin begruessen. Willst du das? Hast du nicht genug an Amalaswintha und Godelindis? Nochmals Weiberherrschaft?" "Gott soll uns davor sch
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