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ngreicheren Auflage war alles ohne irgend welche Verzoegerung in der Stadt und an die auswaertigen Abonnenten expediert worden. Aber Klamm begnuegte sich damit nicht. Nachdem er ein paar Stunden in der ihm ueberwiesenen, frueheren Knoopschen Villa geschlafen hatte, begann er schon wieder seine Thaetigkeit, traf allerlei Massnahmen, wodurch fortan jegliche Hast und Ueberstuerzung, aber auch aehnliche Verlegenheiten vermieden wurden. Er ordnete sowohl in der Redaktion wie in den Setzersaelen eine andere Einteilung an, und sah sich nach einem zuverlaessigeren Arbeiterpersonal fuer die Maschinen um. Die Maedchen hatten ein sehr unzuvorkommendes Wesen hervorgekehrt. Unter der Fuehrung Christine Munks, traten sie, wie sie schon angekuendigt hatte, mit so erheblich hoeheren Lohnforderungen an die Direktion heran, und legten eine so feindselige Gesinnung gegen den Maschinenmeister Schulze an den Tag, dass Klamm sie ueberhaupt nicht zu behalten beschloss. Es musste eben vielfach aufgeraeumt werden. Er kuendigte auch bereits an diesem Tage dem Chefredakteur, Doktor Strantz, der heute, wie frueher, sowohl im Geschaeft wie in dem "Wirtshaus zur gemuetlichen Ecke" in der Kronenstrasse, seine Intriguen gegen ihn fortsetzte, zum naechsten Quartal, und unternahm so gleich Schritte fuer eine andere Besetzung. Endlich berief Klamm auch die Vorstaende der verschiedenen Abteilungen. Er setzte ihnen auseinander, dass eine groessere Anspannung der Kraefte erforderlich sei, ersuchte sie, ihn zu unterstuetzen, versprach ihnen dagegen Erhoehung ihres Lohnes, und lud sie zudem fuer den Schluss der Woche zu einer geselligen Zusammenkunft im Leipziger Garten ein. Um sechs Uhr nachmittags war Klamm erst so weit, dass er sich nach Hause begeben konnte. Als er jedoch im Gruenhagener Gutshaus eintraf, fand er in seiner Wohnung weder seine Frau noch die Dienerschaft. Erst nach vergeblichem Klingeln sah er bei weiterem Nachforschen die beiden Maedchen im Nebengebaeude im Gespraech mit den Stallknechten. Der Diener sei, wie sie meldeten, im Auftrage der gnaedigen Frau, bereits nachmittags in die Stadt gefahren, sie selbst habe vor einer Stunde gesagt, dass sie den gnaedigen Herrn im Geschaeft abholen werde. "Hat denn meine Frau keinen Brief von mir erhalten? Ich hatte nach sechs Uhr das Essen bestellt?" warf Klamm sehr unmutig hin. Die Maedchen verneinten. Es sei ihnen nichts gesagt. Die gnaedige Frau oben (Klamms Mutter) habe um zwei U
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