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lten vor den Aussenposten des Lagers. Sie erhielten keinen Befehl zum Bivouaquiren. Die Absicht ihrer Fuehrer ging offenbar dahin, sich gar nicht aufzuhalten, sondern sofort weiter zu dringen und in kuerzester Zeit Tomsk, die bedeutendere Stadt, in ihre Gewalt zu bringen, welche von Natur zum Centrum der zukuenftigen Operationen bestimmt schien. Gleichzeitig mit den Soldaten brachte Iwan Ogareff auch einen Transport russischer und sibirischer Gefangener, die bei Omsk oder Kolyvan in Feindeshand gefallen waren. Diese Ungluecklichen wurden gar nicht erst in die Umzaeunung gefuehrt, welche ohnedies schon zu klein fuer alle die erschien, welche darin schmachteten, sondern hielten bei den Vorposten, ohne jeden Schutz, fast ohne Nahrung. Welches Loos stand diesen wohl durch Feofar-Khan bevor? Wuerde er sie in Tomsk einkerkern oder sollte sie vielleicht eine blutige Execution, das gewoehnliche Verfahren der Tartarenhaeuptlinge, decimiren? Noch blieb das ein Geheimniss des launischen Emirs. Dieses Armeecorps war nicht von Omsk und Kolyvan abgezogen, ohne einen grossen Haufen Bettler, Marodeurs und Zigeuner mitzubringen, welche gewoehnlich den Nachtrab einer Armee auf dem Marsche zu bilden pflegen. Diese ganze Volksmenge lebte auf Kosten der durchzogenen Landschaften und liess wenig zu pluendern hinter sich zurueck. Schon hieraus ergab sich die Nothwendigkeit, weiter vorzudringen, und geschehe es nur, um fuer die Expeditions-Colonnen den noethigen Proviant zu verschaffen. Der ganze Landstrich zwischen dem Laufe des Ichim und des Obi war schon verwuestet und bot keinerlei Hilfsquellen mehr. Hinter sich liessen die Tartaren eine Wueste, welche die Russen gewiss nur mit groesster Schwierigkeit zu durchziehen im Stande sein konnten. Unter den Zigeunerschaaren, welche von Westen her mitgekommen waren, befand sich auch jene Truppe, die Michael Strogoff bis Perm begleitet hatte. Sangarre zaehlte auch noch zu dieser. Diese wilde Spionin, der boese Geist Iwan Ogareff's, verliess ihren Herrn und Meister niemals. Wir haben sie schon beide gesehen, wie sie, noch in Russland selbst, im Gouvernement von Nishny-Nowgorod, ihre Plaene schmiedeten. Nach Ueberschreitung des Ural hatten sie sich nur auf einige Tage getrennt. Iwan Ogareff suchte damals Ichim so schnell als moeglich zu erreichen, waehrend Sangarre und ihre Gesellschaft durch den Sueden der Provinz auf Omsk zu zogen. Man wird leicht begreifen, welche Hilfe dieses Weib Iwan Ogar
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