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abei wendete sich Harry Blount nach seinem Begleiter zurueck, der seine
Worte stillschweigend zu bestaetigen schien.
Iwan Ogareff laechelte nicht, gab seinem Pferde die Sporen und verschwand
an der Spitze seiner Escorte bald in einer Staubwolke.
"Nun, Herr Jolivet, was meinen Sie ueber Iwan Ogareff, den Oberanfuehrer der
Tartarenheere? fragte Harry Blount.
-- Ich denke noch daran, lieber College, erwiderte laechelnd Alcide Jolivet,
dass jener Housch-Begui eine recht huebsche Geste machte, als er den Befehl
gab, uns um einen Kopf kuerzer zu machen!"
Welche Empfindung Iwan Ogareff auch bei seinem Verfahren gegen die
Journalisten leiten mochte, jedenfalls waren diese frei und konnten den
Kriegsschauplatz nach Belieben durchwandern. Nun kam es ihnen gewiss nicht
in den Sinn, die Flinte in's Korn zu werfen. Auch die Antipathie, welche
sie frueher wohl gegen einander fuehlten, hatte einer innigen Freundschaft
Platz gemacht. Durch die Umstaende einander genaehert, dachten sie gar nicht
daran, sich zu trennen. Die leidigen Fragen einer unnuetzen Eifersucht
waren fuer immer geloescht. Harry Blount konnte niemals vergessen, was er
seinem Begleiter schuldete, der es jedoch vermied, ihn irgend wie daran zu
erinnern; die gegenseitige Annaeherung erleichterte die Zwecke der
Reportage, gewiss zum Vortheile der beiderseitigen Leser.
"Und nun, begann Harry Blount, was werden wir nun mit unserer Freiheit
anfangen?
-- Zum Teufel, wir werden sie ausnutzen und ruhig nach Tomsk gehen, um zu
sehen, was dort geschieht.
-- Bis zu dem, hoffentlich nicht mehr fernen Augenblick, der es gestattet,
uns einem russischen Corps anzuschliessen? -
-- Ganz recht, mein lieber Blount; man darf sich nicht zu sehr
tartarisiren! Die bessere Rolle spielen immer diejenigen, deren Waffen die
Civilisation verbreiten, und offenbar haetten die Volksstaemme Centralasiens
Alles zu verlieren und gar nichts bei diesem Einfalle der Halbwilden zu
gewinnen; die Russen werden sie aber schon zu vertreiben wissen; das kann
nur eine Frage der Zeit sein."
Das Erscheinen Iwan Ogareff's, dem Alcide Jolivet und Harry Blount ihre
Freiheit verdankten, stellte im Gegentheil aber eine grosse Gefahr fuer
Michael Strogoff dar. Wenn der Zufall den Courier des Czaaren Iwan Ogareff
vor Augen fuehrte, musste dieser ohne Zweifel den Reisenden wiedererkennen,
den er auf dem Relais zu Ichim so brutal behandelt hatte, und wenn Michael
Strogoff damals auch sich nicht, wie er es
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