FREE BOOKS

Author's List




PREV.   NEXT  
|<   192   193   194   195   196   197   198   199   200   201   202   203   204   205   206   207   208   209   210   211   212   213   214   215   216  
217   218   219   220   221   222   223   224   225   226   227   228   229   230   231   232   233   234   235   236   237   238   239   240   241   >>   >|  
Gericht, wie es die Barbaren Centralasiens gern abzuhalten pflegen. Wenn ihn Iwan Ogareff damals, als seine Knechte sich ueber ihn stuerzen wollten, geschont hatte, so wusste er gewiss, was er damit that, ihn der Justiz des Emirs vorzubehalten. Seit dem traurigen Auftritt auf dem Felde zu Zabediero war es Mutter und Sohn unmoeglich gewesen, auch nur ein Wort zu wechseln. Man hatte sie unerbittlich von einander getrennt. Welch harte Erschwerung ihrer Leiden, hier, wo es ihnen ein suesser Trost gewesen waere, waehrend einiger Tage der Gefangenschaft doch vereinigt zu sein. Wie gern haette Marfa Strogoff ihren Sohn um Verzeihung wegen all' des Uebels gebeten, das sie ihm wider Willen zugefuegt hatte, denn sie klagte sich an, ihre muetterlichen Gefuehle nicht gehoerig im Zaum gehalten zu haben. Haette sie sich damals im Posthofe zu Omsk bezwungen, als sie ihm gegenueber stand, so kam Michael Strogoff unerkannt hindurch, - und wie viel Unglueck waere dann verhuetet worden! Michael Strogoff seinerseits quaelte sich mit dem Gedanken, dass man seine Mutter mit hierher schleppe, um sie fuer sein Vergehen buessen zu lassen, vielleicht dass sie dieselbe schreckliche Todesart erleiden sollte, wie er selbst. Nadia endlich fragte sich, was sie thun koenne, um den Einen oder die Andere zu retten, auf welche Weise sie der Mutter oder dem Sohne zu Hilfe kommen koenne? Sie fand zwar kein Mittel, aber sie fuehlte, dass es hier vor Allem darauf ankam, keine besondere Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, sondern sich mehr zu verstecken und unsichtbar zu machen. Vielleicht waere sie doch noch im Stande, die Gitter des Kaefigs ihres Loewen zu zerbrechen. Jedenfalls wollte sie, wenn sich ihr eine Gelegenheit zum Handeln boete, gewiss nicht zoegern, und noethigenfalls ihr Leben fuer den Sohn der Marfa Strogoff opfern. Inzwischen zog der groesste Theil der Gefangenen vor dem Emir vorueber, wobei jeder als Zeichen der Unterwerfung sich zu Boden beugen und den Sand mit der Stirn beruehren musste, das erniedrigende Merkmal fuer den Anfang der Sklaverei. Kruemmten die Ungluecklichen den Ruecken zu langsam, so warf sie die rauhe Hand der Garden heftig zu Boden. Alcide Jolivet und sein Begleiter vermochten einem solchen Schauspiel nicht ohne die Gefuehle der tiefsten Indignation beizuwohnen. "Dieser erbaermliche Kerl! Fort, fort von hier! sagte Alcide Jolivet. -- Nein, entgegnete Harry Blount, nun wollen wir auch Alles sehen! -- Alles se
PREV.   NEXT  
|<   192   193   194   195   196   197   198   199   200   201   202   203   204   205   206   207   208   209   210   211   212   213   214   215   216  
217   218   219   220   221   222   223   224   225   226   227   228   229   230   231   232   233   234   235   236   237   238   239   240   241   >>   >|  



Top keywords:

Strogoff

 
Mutter
 
gewesen
 

damals

 
gewiss
 
Michael
 
Alcide
 

Jolivet

 

Gefuehle

 

koenne


zerbrechen
 
opfern
 

Kaefigs

 
Loewen
 
Jedenfalls
 

Handeln

 
Gitter
 

zoegern

 

Gelegenheit

 

noethigenfalls


wollte

 

sondern

 

Mittel

 

fuehlte

 

welche

 

kommen

 

darauf

 
unsichtbar
 
verstecken
 

machen


Vielleicht

 

Inzwischen

 
besondere
 

Aufmerksamkeit

 

lenken

 

Stande

 

Indignation

 

tiefsten

 

beizuwohnen

 
Dieser

erbaermliche

 

Schauspiel

 

Begleiter

 

heftig

 
vermochten
 

solchen

 

wollen

 

Blount

 

entgegnete

 

Garden