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eff leistete. Durch ihre Tsiganen drang sie ueberall ein, hoerte und beobachtete Alles. Iwan Ogareff wurde von jedem Vorfalle in den besetzten Gebietstheilen auf dem Laufenden erhalten. Hundert Augen, hundert Ohren waren stets in seinem Dienst geoeffnet. Uebrigens gewaehrte er fuer diese Spionendienste, deren Vortheil ihm genuegend einleuchtete, gern einen hohen Lohn. Als Sangarre frueher einmal in eine sehr bedenkliche Sache verwickelt gewesen war, hatte sie der russische Offizier gerettet. Nie vergass sie, was sie ihm schuldete, und verschrieb sich ihm mit Leib und Seele. Als Iwan Ogareff dann den Verbrecherpfad des Verraethers beschritt, erkannte er recht gut, welchen Nutzen er aus der Ergebenheit dieser Frau ziehen konnte. Er mochte einen Befehl geben, welchen er wollte, - Sangarre fuehrte ihn aus; ein wahrhaft aussergewoehnlicher Instinct, noch maechtiger entwickelt als selbst das Gefuehl ihrer Dankbarkeit, hatte sie fast gedraengt, sich dem Verraether als Sklavin zu ergeben, an den sie sich seit den ersten Tagen seiner Verbannung nach Sibirien anschloss. Geschmeichelt durch sein Vertrauen, gefiel sich die vaterlandslose Sangarre darin, ihr Vagabundenleben den Empoerern zu widmen, welche Iwan Ogareff nach Sibirien fuehrte. Mit der natuerlichen Arglist ihrer Race verband sie eine wilde Energie, welche keine Vergebung und kein Mitleid kannte. Sie war eine Wilde, wuerdig die Huette eines Apachen oder den Wigwam eines Andamiers zu theilen. Seit seiner Ankunft in Omsk, wo sie sich ihm mit ihren Zigeunern wieder anschloss, hatte Sangarre Iwan Ogareff nicht mehr verlassen. Der Zufall, welcher Michael und Marfa Strogoff zusammengefuehrt hatte, war ihr bekannt. Die Befuerchtungen Iwan Ogareff's wegen des Durchzugs eines Couriers des Czaaren wusste und theilte sie. Fuer die gefangene Marfa Strogoff waere sie die geeignete Furie gewesen, diese mit der Bosheit einer Rothhaut zu peinigen, um ihr ihr Geheimniss zu entreissen. Noch war aber die Stunde nicht gekommen, da Iwan Ogareff die alte Sibirerin zum Reden zwingen wollte. Sangarre musste warten, und sie wartete, ohne Diejenige aus den Augen zu verlieren, welche sie wider ihr Wissen belauschte, deren geringste Geste, deren unschuldigstes Wort sie beobachtete, die sie Tag und Nacht bewachte, um das Wort "Sohn" einmal ihren Lippen entschluepfen zu hoeren, waehrend Marfa Strogoff's ausserordentliche Kaltbluetigkeit vorlaeufig noch alle diese Bemuehungen vereitelte. Inzwisch
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