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en hatten sich bei dem Schmettern der Fanfaren der Oberbefehlshaber der Artillerie und der Grossstallmeister des Emirs, begleitet von einer glaenzenden Escorte, zum Empfange Iwan Ogareff's vor das Feldlager hinaus begeben. Als sie diesem nahe kamen, erwiesen sie ihm die hoechsten Ehrenbezeigungen und luden ihn ein, ihnen nach dem Zelte Feofar-Khan's zu folgen. Ruhig und gemessen wie immer erwiderte Iwan Ogareff nur sehr kuehl die Hoeflichkeiten der zu seinem Empfange entgegengesendeten hohen Staatsbeamten. Er war nur sehr einfach gekleidet, trug aber, - fast erschien es wie ein Ausdruck etwas prahlerischer Frechheit, - noch russische Uniform. Gerade als er die Zuegel seines Rosses fasste, um in den Kreis des Lagers zu reiten, draengte sich Sangarre durch die Reiter der Escorte, naeherte sich ihm und blieb unbeweglich stehen. "Nichts? fragte Iwan Ogareff. -- Nichts. -- Sei geduldig. -- Naehert sich die Stunde noch nicht, wo Du die alte Frau zum Reden zwingen wirst? -- Sie kommt, Sangarre. -- Wann wird das Weib sprechen sollen? -- Sobald wir in Tomsk sind. -- Und dahin kommen wir ...? -- Binnen drei Tagen." Wie ein Blitz leuchtete es auf in Sangarre's grossen, schwarzen Augen, dann zog sie sich still und geschmeidig zurueck. Iwan Ogareff gab seinem Pferde die Sporen und wendete sich, mit seinem Generalstabe im Gefolge, nach dem Zelte des Fuersten. Feofar-Khan war ein hochgewachsener Mann von vierzig Jahren, mit einem bleichen Gesicht, drohenden Augen und wilder Physiognomie. Der schwarze Bart wallte in kleinen Ringeln bis auf seine Brust herab. In seiner Kriegerkleidung, dem gold- und silbermaschigen Panzerhemd, dem von edeln Steinen glitzernden Degengehaenge, mit dem krummen, einem Yatagan aehnlichen Saebel, dessen Scheide mit praechtigen Gemmen eingelegt war, den schnurenbesetzten Sporenstiefeln und der asiatischen Muetze, an der eine Aigrette feuerstrahlender Diamanten funkelte, bot Feofar-Khan mehr das fremdartige, als ehrfurchtgebietende Bild eines tartarischen Sardanapal, eines unumschraenkten Herrschers, der ueber Leib und Blut seiner Unterthanen ganz nach Gutduenken verfuegt, dessen persoenliche Macht ohne Grenzen ist, und dem man, nach der in Bukhara lange herrschenden Sitte, ausschliesslich den Namen "Emir" beilegte. Als Iwan Ogareff erschien, blieben die Grosswuerdentraeger auf ihren goldbetressten Kissen ruhig sitzen; Feofar-Khan dagegen erhob sich von dem reichen Divan im
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