FREE BOOKS

Author's List




PREV.   NEXT  
|<   187   188   189   190   191   192   193   194   195   196   197   198   199   200   201   202   203   204   205   206   207   208   209   210   211  
212   213   214   215   216   217   218   219   220   221   222   223   224   225   226   227   228   229   230   231   232   233   234   235   236   >>   >|  
Heersaeulen nicht Widerstand zu leisten vermocht. Ein gewisser Theil der Stadtbevoelkerung von verwandtem Ursprunge hatte diese Horden nicht eben ungern empfangen, und fuer den Augenblick erschien Tomsk so wenig russisch oder sibirisch, als ob es mitten in die Khanate von Khokhand oder Bukhara versetzt worden waere. In Tomsk wollte der Emir seine siegreichen Truppen empfangen. Diesen zu Ehren sollte ein Fest mit Gesaengen, Taenzen und Schaugepraenge abgehalten werden, dessen Ende wie gewoehnlich in eine laermende, wilde Orgie auslief. Der fuer diese nach asiatischem Geschmacke vorbereiteten Belustigungen ausgewaehlte Platz nahm eine geraeumige Ebene auf einem Theile des Huegels ein, der sich etwa hundert Fuss hoch ueber den Tom erhebt. Den Rahmen dieser Flaeche bildeten einerseits die langen eleganten Haeuserreihen, die vielen Kirchen mit ihren bauchigen Kuppeln, andrerseits die vielfachen Windungen des Stromes und entfernte, in warmem Dufte verschwimmende Waelder, oder in der Naehe dichte Haine von Fichten und riesigen Cedern. An der linken Seite des Festplatzes hatte man auf einer breiten Terrasse provisorisch eine blendende Decoration, die Nachahmung eines wunderlichen Palastes - wahrscheinlich eine Probe der bukharischen, halb maurischen, halb tartarischen Baudenkmaeler, - in bizarrstem Style errichtet. Ueber diesem Palaste und den Spitzen seiner zahlreichen Minarets, zwischen den hoechsten Zweigen der Baeume, die das Plateau beschatteten, schwebten zu Hunderten gezaehmte Stoerche, welche der Tartarenarmee aus Bukhara gefolgt waren. Jene Terrasse blieb reservirt fuer den Hofstaat des Emirs, fuer die verbuendeten Khans, die Grosswuerdentraeger des Reiches und fuer die Harems eines jeden der turkomanischen Fuersten. Unter den Sultaninnen, zum groessten Theile uebrigens nur auf den Maerkten von Transkaukasien und Persien gekaufte Sklavinnen, trugen Einige das Gesicht unverhuellt, waehrend Andere fast vollstaendig unter einem dichten Schleier verborgen waren. Alle erschienen in der praechtigsten Kleidung. Reizende Oberkleider, deren weite Aermel auf der Rueckseite aufgeschlagen, eine eigenthuemliche Faltenordnung zeigten, liessen ihre entbloessten Arme sehen, deren kostbare Bracelets durch Ketten von Edelsteinen verbunden erschienen, und ihre kleinen Haende, an denen die Fingernaegel mit dem Safte der "Henneh" gefaerbt waren. Bei der geringsten Bewegung dieser Kleider, welche zum Theil aus Seide, so fein wie d
PREV.   NEXT  
|<   187   188   189   190   191   192   193   194   195   196   197   198   199   200   201   202   203   204   205   206   207   208   209   210   211  
212   213   214   215   216   217   218   219   220   221   222   223   224   225   226   227   228   229   230   231   232   233   234   235   236   >>   >|  



Top keywords:

Theile

 
Bukhara
 
welche
 

dieser

 
erschienen
 
empfangen
 
Terrasse
 

maurischen

 

zahlreichen

 

Grosswuerdentraeger


Reiches
 
Hofstaat
 

verbuendeten

 
tartarischen
 
Harems
 

turkomanischen

 
uebrigens
 

bukharischen

 

seiner

 

groessten


Sultaninnen

 

Minarets

 

Fuersten

 

reservirt

 

errichtet

 

schwebten

 

Hunderten

 
gezaehmte
 
beschatteten
 

Plateau


diesem

 

Baeume

 
Zweigen
 

Stoerche

 

Spitzen

 

Baudenkmaeler

 

bizarrstem

 

zwischen

 

Tartarenarmee

 
hoechsten

gefolgt

 

Palaste

 

Ketten

 

Edelsteinen

 
verbunden
 

Haende

 

kleinen

 

Bracelets

 

kostbare

 

liessen