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tete sich die Strasse durch diesen Theil
der Barabinen-Steppe immer unwegsamer.
Zwischen Ubinsk und Kamakowa hatten sich naemlich die reichlichen
Regenniederschlaege der letztvergangenen Wochen wie in einer
undurchlaessigen Schuessel in der verhaeltnissmaessig engen Bodensenkung
angesammelt. Das unentwirrbare Netz von Suempfen, Teichen und Seen hing
fast ohne Unterbrechung zusammen. Einen dieser Seen, - uebrigens einer von
solcher Groesse, dass er in der geographischen Nomenclatur wohl einen Platz
verdient haette, - den Tschang (ein von den Chinesen ihm beigelegter Name),
musste Michael Strogoff auf einer Strecke von 20 Werst laengs seines Ufers
unter den groessten Schwierigkeiten umreiten, was nothwendiger Weise einige
Verzoegerungen veranlasste, die er trotz seiner Ungeduld doch nicht zu
vermeiden vermochte. Er sah recht deutlich ein, wie gut er daran gethan,
sich in Kamsk nicht einen Wagen zu nehmen, denn sein Pferd kam hier unter
Verhaeltnissen noch vorwaerts, die jeden Wagen unbedingt aufgehalten haetten.
Abends gegen neun Uhr in Ikulskoe angekommen, verweilte Michael Strogoff
daselbst die ganze Nacht. In diesem in der Barabinen-Steppe verlorenen
Flecken fehlten die Nachrichten vom Kriegsschauplatze natuerlich gaenzlich.
Dieser Theil der Provinz war durch seine natuerliche Lage, mitten in der
Gabel, welche die tartarischen Heerestheile durch ihr verschiedenseitiges
Abschwenken einerseits nach Omsk, andrerseits nach Tomsk zu, bildeten, von
den Schrecken des Einfalls noch gaenzlich verschont geblieben.
Bald mussten sich nun auch die natuerlichen Schwierigkeiten des Weges
vermindern, denn im Fall er keine Verzoegerung erlitt, hoffte Michael
Strogoff am naechsten Tage ueber die Barabinen-Steppe hinauszukommen. Spaeter
bot sich ihm wieder ein weit besserer Weg, wenn er die 125 Werst, die ihn
noch von Kolywan trennten, zurueckgelegt hatte.
Von diesem etwas bedeutenderen Staedtchen aus rechnete man bis Tomsk nur
noch die gleiche Entfernung. Dann musste er eine weitere Entscheidung
treffen, die hoechst wahrscheinlich in dem Sinne ausfiel, letztere von
Feofar-Khan schon besetzte Stadt ganz zu umgehen.
Wenn sich aber diese kleinen Staedtchen, wie Ikulskoe, Karguinsk u. a., in
Folge ihrer Lage mitten in der sumpfigen Steppe, die der Entwickelung der
tartarischen Streitkraefte unueberwindliche Schwierigkeiten entgegensetzte,
noch einer gluecklichen Ruhe erfreuten, lag da nicht die Befuerchtung nahe,
dass Michael Strogo
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