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ne Frau in ihrer lieblichen Art zwei oder drei Worte einfliessen liess, und die Herr Spinell hoeflich beantwortete. Seine Stimme war mild und recht angenehm; aber er hatte eine etwas behinderte und schluerfende Art zu sprechen, als seien seine Zaehne der Zunge im Wege. Nach Tische, als man ins Konversationszimmer hinuebergegangen war und Doktor Leander den neuen Gaesten im besonderen eine gesegnete Mahlzeit wuenschte, erkundigte sich Herrn Kloeterjahns Gattin nach ihrem Gegenueber. "Wie heisst der Herr?" fragte sie ... "Spinelli? Ich habe den Namen nicht verstanden." "Spinell ... nicht Spinelli, gnaedige Frau. Nein, er ist kein Italiener, sondern bloss aus Lemberg gebuertig, soviel ich weiss ..." "Was sagten Sie? Er ist Schriftsteller? Oder was?" fragte Herr Kloeterjahn; er hielt die Haende in den Taschen seiner bequemen englischen Hose, neigte sein Ohr dem Doktor zu und oeffnete, wie manche Leute pflegen, den Mund beim Horchen. "Ja, ich weiss nicht, -- er schreibt ..." antwortete Doktor Leander. "Er hat, glaube ich, ein Buch veroeffentlicht, eine Art Roman, ich weiss wirklich nicht ..." Dieses wiederholte "Ich weiss nicht" deutete an, dass Doktor Leander keine grossen Stueke auf den Schriftsteller hielt und jede Verantwortung fuer ihn ablehnte. "Aber das ist ja sehr interessant!" sagte Herrn Kloeterjahns Gattin. Sie hatte noch nie einen Schriftsteller von Angesicht zu Angesicht gesehen. "O ja", erwiderte Doktor Leander entgegenkommend. "Er soll sich eines gewissen Rufes erfreuen ..." Dann wurde nicht mehr von dem Schriftsteller gesprochen. Aber ein wenig spaeter, als die neuen Gaeste sich zurueckgezogen hatten und Doktor Leander ebenfalls das Konversationszimmer verlassen wollte, hielt Herr Spinell ihn zuruek und erkundigte sich auch seinerseits. "Wie ist der Name des Paares?" fragte er ... "Ich habe natuerlich nichts verstanden." "Kloeterjahn", antwortete Doktor Leander und ging schon wieder. "_Wie_ heisst der Mann?" fragte Herr Spinell ... "_Kloeterjahn_ heissen sie!" sagte Doktor Leander und ging seiner Wege. -- Er hielt gar keine grossen Stueke auf den Schriftsteller. 6 Waren wir schon soweit, dass Herr Kloeterjahn in die Heimat zuruekgekehrt war? Ja, er weilte wieder am Ostseestrande, bei seinen Geschaeften und seinem Kinde, diesem rueksichtslosen und lebensvollen kleinen Geschoepf, das seiner Mutter sehr viele Leiden und einen kleinen Defekt an der Luftroehre gekostet hatte
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