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eressant sein werde, die
Bekanntschaft dieses gesunden kleinen Anton zu machen.
Und siehe, Herr Kloeterjahn erschien. Er hatte Doktor Muellers kleines
Telegramm erhalten und kam vom Strande der Ostsee. Er stieg aus dem
Wagen, liess sich Kaffee und Buttersemmeln geben und sah sehr verdutzt
aus.
"Herr", sagte er, "was ist? Warum ruft man mich zu ihr?"
"Weil es wuenschenswert ist", antwortete Doktor Mueller, "dass Sie jetzt in
der Naehe Ihrer Frau Gemahlin weilen."
"Wuenschenswert ... Wuenschenswert ... Aber auch notwendig? Ich sehe auf
mein Geld, mein Herr, die Zeiten sind schlecht und die Eisenbahnen sind
teuer. War diese Tagesreise nicht zu umgehen? Ich wollte nichts sagen,
wenn es beispielsweise die Lunge waere; aber da es Gott sei Dank die
Luftroehre ist ..."
"Herr Kloeterjahn", sagte Doktor Mueller sanft, "erstens ist die Luftroehre
ein wichtiges Organ ..." Er sagte unkorrekterweise "erstens", obgleich
er gar kein "zweitens" darauf folgen liess.
Gleichzeitig aber mit Herrn Kloeterjahn war eine ueppige, ganz in Rot,
Schottisch und Gold gehuellte Person in 'Einfried' eingetroffen, und sie
war es, die auf ihrem Arme Anton Kloeterjahn den Juengeren, den kleinen
gesunden Anton trug. Ja, er war da, und niemand konnte leugnen, dass er
in der Tat von einer exzessiven Gesundheit war. Rosig und weiss, sauber
und frisch gekleidet, dick und duftig lastete er auf dem nackten, roten
Arm seiner betressten Dienerin, verschlang gewaltige Mengen von Milch und
gehacktem Fleisch, schrie und ueberliess sich in jeder Beziehung seinen
Instinkten.
Vom Fenster seines Zimmers aus hatte der Schriftsteller Spinell die
Ankunft des jungen Kloeterjahn beobachtet. Mit einem seltsamen,
verschleierten und dennoch scharfen Blick hatte er ihn ins Auge gefasst,
waehrend er vom Wagen ins Haus getragen wurde, und war dann noch laengere
Zeit mit demselben Gesichtsausdruck an seinem Platze verharrt.
Von da an mied er das Zusammentreffen mit Anton Kloeterjahn dem Juengeren
so weit als tunlich.
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Herr Spinell sass in seinem Zimmer und >arbeitete<.
Es war ein Zimmer wie alle in >Einfried<: altmodisch, einfach und
distinguiert. Die massige Kommode war mit metallenen Loewenkoepfen
beschlagen, der hohe Wandspiegel war keine glatte Flaeche, sondern aus
vielen kleinen quadratischen, in Blei gefassten Scherben zusammengesetzt,
kein Teppich bedeckte den blaeulich lackierten Estrich, in dem die
steifen Beine der Meubles als klare Schatt
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