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enn man so
sagen darf) der Kibitka. Das Pferd zog sie bis zum Rande des Wassers, und
bald schwamm der ganze Apparat sammt dem Pferde auf den Wellen des
Flusses. Sersko schwamm dabei munter nebenher.
Die drei in dem Sitzkasten stehenden Passagiere hatten aus Vorsicht die
Fussbekleidung abgelegt, doch reichte ihnen, Dank der Tragkraft jener
Schlaeuche, das Wasser kaum bis an die Knoechel.
Michael Strogoff fuehrte die Zuegel des Pferdes und lenkte es, nach den
Anweisungen, welche ihm Nicolaus gab, schief gegen den Strom, ohne das
Thier im vorzeitigen Kampfe gegen das Wasser zu sehr anzustrengen. So
lange die Kibitka sich direct mit der Stroemung bewegte, ging Alles ganz
gut von statten, und schon nach wenigen Minuten hatte sie die Quais von
Krasnojarsk passirt. Sie wich dabei nach Norden zu ab, und es lag auf der
Hand, dass sie das jenseitige Ufer nur weit stromabwaerts von der Stadt
erreichen werde. Doch hierauf legte man kein besonderes Gewicht.
Die Fahrt ueber den Jenisei waere nun, trotz der sehr mangelhaften
Hilfsmittel, ohne zu grosse Schwierigkeit ausgefuehrt worden, wenn sich die
Stroemung in ihren gewoehnlichen, regelrechten Verhaeltnissen bewegt haette.
Ungluecklicher Weise kreuzten sich aber mehrere Wirbel auf der Oberflaeche
des schaeumenden Wassers, und bald wurde die Kibitka, trotz aller
Anstrengungen Michael Strogoff's, sie in einer andern Linie zu erhalten,
unwiderstehlich in einen dieser Trichter hinein gezogen.
Die Gefahr war gross. Die Kibitka hielt nicht mehr die Richtung nach dem
oestlichen Ufer ein, sie ging nicht ferner stromab, sondern drehte sich mit
ungemeiner Schnelligkeit und nahm eine nach dem Mittelpunkte dieser
Bewegung geneigte Stellung an, wie der Reiter auf der Bahn eines engen
Circus. Ihre Schnelligkeit wuchs noch mehr. Das Pferd vermochte kaum noch
den Kopf ueber dem Wasser zu halten und lief Gefahr, in dem Wirbel erstickt
zu werden. Auch Sersko hatte einen Stuetzpunkt an der Kibitka suchen
muessen.
Michael Strogoff begriff recht wohl, was hier vorging. Er fuehlte sich in
einer immer enger werdenden Spirale dahin gezogen, der er nicht entgehen
konnte. Er sprach kein Wort. Seine Augen schienen die Gefahr sehen zu
wollen, um sie leichter zu vermeiden - sie konnten es nicht!
Auch Nadia schwieg. Ihre Haende klammerten sich krampfhaft an das Geruest
des Wagens, und so sicherte sie sich gegen die ungeordneten Bewegungen
desselben, als er sich immer mehr dem Depressionscentrum zuneig
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