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erscharren, um die Raubthiere der Steppe von den Resten dieses Koerpers abzuhalten, doch Michael Strogoff liess ihm nicht die Zeit dazu. "Vorwaerts, Freund, rief er, vorwaerts, wir duerfen uns auch nicht eine Stunde aufhalten." Die Kibitka setzte ihren Weg fort. Haette Nicolaus uebrigens allen Leichen, welchen sie weiterhin begegneten, die letzte Ehre erweisen wollen, er waere nimmer fertig geworden. Mehr in der Naehe von Nishny-Udinsk fand man die Koerper der Ermordeten zu Fuenfzigen auf der Erde liegend. Dennoch musste man diesem Wege so lange folgen, als es ausfuehrbar war, ohne den Feinden in die Hand zu fallen. Die Richtung wurde also unveraendert beibehalten, obgleich sich die Zeichen einer entsetzlichen Zerstoerung mit jedem Dorfe mehrten. Alle diese Ortschaften, deren Namen auf ihre Gruendung durch verbannte Polen hinwiesen, waren allen Schrecken der Verwuestung und Pluenderung ausgesetzt gewesen. Noch war das Blut der armen Opfer nicht getrocknet. Wie es ueberhaupt zu diesem furchtbaren Ereigniss gekommen war, das konnte Niemand erklaeren, da sich keine lebende Seele fand, die es haette sagen koennen. An demselben Tage Nachmittag gegen vier Uhr erkannte Nicolaus am Horizonte die hohen Thuerme der Kirchen von Nishny-Udinsk. Rings um sie waelzten sich dichte Dunstmassen, welche von Wolken offenbar nicht herruehrten. Nicolaus und Nadia sahen sich aufmerksam um und theilten Michael Strogoff die Ergebnisse ihrer Beobachtungen mit. Ein Entschluss musste gefasst werden. War die Stadt verlassen, so konnte man sie wohl ohne Gefahr passiren, hielten sie aber die Tartaren unbegreiflicher Weise besetzt, so galt es, sie um jeden Preis zu umgehen. "Lasst uns vorsichtig weiter fahren, empfahl Michael Strogoff, aber jedenfalls vorsichtig." Noch eine Werst wurde zurueckgelegt. "Das sind keine Wolken, Bruder, das ist Rauch! rief Nadia, ach, Bruder, man zuendet dort die Stadt an!" Leider wurde das mit jedem Schritte deutlicher. Mitten durch die Dunstmassen zuengelten rauchige Flammen. Immer dichter stieg der Qualm auf und waelzte sich gen Himmel. Einen Fluechtling sah man aber nicht. Wahrscheinlich fanden die Brandstifter die Stadt, welche sie der Zerstoerung weihten, schon verlassen. Waren es aber Tartaren, die diese Verwuestung anrichteten, oder thaten es Russen nur auf hoeheren Befehl? Lag es in der Absicht der Regierung des Czaaren, dass keine Stadt, kein Flecken vom Jenisei und von Krasnojarsk aus de
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