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horchte und schuettelte den Kopf. "Komm, Michael, komm!" bat Nadia. Und unter der Herrschaft einer heftigen Aufregung gewann sie, die sich eben noch kaum fort zu bewegen vermochte, ihre Kraefte wieder. "Wir sind von der Strasse abgekommen, sagte Michael Strogoff, der nicht mehr den feinsandigen Fussboden, sondern ein duerres Gras unter seinen Fuessen fuehlte. -- Ja, es muss sein!... erwiderte Nadia; dort von rechts her erklang jener Hilferuf." Einige Minuten spaeter befanden sich Beide nur noch eine halbe Werst vom Flusse entfernt. Ein zweites Bellen liess sich hoeren, das zwar schwaecher, aber unzweifelhaft naeher erscholl. Nadia blieb stehen. "Ja, sagte Michael, das war Sersko's Bellen. Er ist seinem Herrn gefolgt. -- Nicolaus!" rief das junge Maedchen. Keine Antwort liess sich vernehmen. Nur einige Raubvoegel flatterten auf und verschwanden in den Tiefen des Himmels. Michael Strogoff lauschte. Nadia suchte die auf Augenblicke erleuchtete Ebene zu ueberschauen, sah aber nichts. Doch noch einmal erklang eine Stimme in klaeglichem Tone. "Michael!" verstanden sie deutlich. Dann sprang ein Hund, ueber und ueber blutig, an Nadia heran. Es war Sersko. Nicolaus konnte nicht fern sein. Er allein hatte den Namen Michael stammeln koennen. Wo war er? Nadia fand kaum noch die Kraft, ihm zuzurufen. Michael Strogoff kroch auf der Erde hin und suchte mit den Haenden. Da erhob Sersko ein neues Gebell und stuerzte auf einen ungeheuren Raubvogel zu, der tief auf der Erde hinstrich. Es war ein Geier. Als Sersko auf ihn zusprang, flog er ein Stueck auf, kehrte aber zurueck und stiess auf den Hund. Noch einmal stuerzte sich dieser gegen den Geier, da traf ihn der furchtbare Schnabel auf den Kopf und leblos brach das treue Thier zusammen. Zu gleicher Zeit entfuhr Nadia ein Schrei des Entsetzens. "Da ... da!" rief sie. Aus der Erde ragte ein Kopf hervor. Ohne das Leuchten am Himmel, das die Steppe erhellte, haette sie mit dem Fusse daran gestossen. Nadia fiel neben diesem Kopfe auf die Knie. Nicolaus war, nach der schrecklichen Sitte der Tartaren, bis an den Hals eingescharrt in der Steppe verlassen worden, um hier elend Hungers zu sterben oder unter dem Zahne der Woelfe oder den Schnaebeln der Raubvoegel umzukommen. Eine schreckliche Todesart fuer das Opfer, welches der Boden gefangen haelt, welches die Erde halb erdrueckt, die der Verurtheilte nicht von sich zu stossen vermag, da ih
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