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n Soldaten des Emirs eine Zuflucht
bieten solle? Sollte Michael Strogoff, wenn er diese Fragen erwog, nun
zurueckbleiben oder seinen Weg fortsetzen?
Erst vermochte er sich nicht zu entscheiden. Nach gruendlicher Erwaegung des
Fuer und Wider hielt er es aber doch fuer das Wichtigste, selbst um den
Preis einer Reise durch die unwirthliche Steppe, nur den Tartaren nicht in
die Haende zu fallen. Eben gedachte er Nicolaus vorzuschlagen, die Strasse
zu verlassen und erst nach Umgehung von Nishny-Udinsk nach derselben
zurueckzukehren, als von der rechten Seite her ein Schuss krachte. Eine
Kugel pfiff herueber, und zu Tode getroffen stuerzte das Pferd der Kibitka
zusammen.
Gleichzeitig sprengten wohl ein Dutzend Reiter auf die Strasse und
umringten die Kibitka. Michael Strogoff, Nadia und Nicolaus waren, ehe sie
recht zur Besinnung kommen konnten, gefangen und wurden eiligst nach
Nishny-Udinsk abgefuehrt.
Auch bei diesem unerwarteten Angriff verlor Michael Strogoff seine
Kaltbluetigkeit nicht. Da er seine Feinde nicht sehen konnte, war es ihm
auch unmoeglich, sich irgendwie zu vertheidigen. Haette er seine Augen
gebrauchen koennen, er wuerde es wohl versucht haben, obwohl das nur zu
einem schrecklichen Blutvergiessen gefuehrt haette. Doch wenn er nichts sah,
so konnte er doch hoeren und verstehen, was Jene sagten.
An ihrer Sprache erkannte er, dass diese Soldaten Tartaren waren, und an
ihren Worten, dass sie der Armee der Feinde vorausschwaermten.
Aus den kurzen Reden, welche Jene jetzt fuehrten, und aus einigen Brocken
ihrer spaeteren Unterhaltung erfuhr Michael Strogoff Folgendes:
Diese Soldaten standen nicht unter dem directen Befehl des Emirs, der noch
immer hinter dem Jenisei zurueckgehalten war. Sie bildeten eine Abtheilung
einer dritten Colonne, zusammengesetzt aus Tartaren der Khanate von
Khokhand und Kunduz, mit welcher sich die Armee Feofar-Khan's naechstens in
der Naehe von Irkutsk zu vereinigen gedachte.
Auf Iwan Ogareff's Rath hatte sich diese Abtheilung, um den Erfolg des
Einfalls in die oestlichen Provinzen zu sichern, nach Ueberschreitung der
Grenze des Gouvernements Semipalatinsk laengs der Suedkueste des
Balkhachsee's und dem Fusse des Altaigebirges hingeschlichen. Gefuehrt von
einem Officier des Khans von Kunduz erreichte sie sengend und brennend den
oberen Lauf des Jenisei. Dort hatte der Officier in Voraussicht der durch
den Czaaren getroffenen Massregeln zur Erleichterung des Uebergangs der
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