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rmee des Emirs eine ganze Flotille von Barken angesammelt, welche
entweder als solche oder als Brueckenmaterial dienen sollten. Nach Umgehung
des Gebirges war diese dritte Abtheilung dann im Thale des Jenisei
herabgezogen und hatte die Strasse nach Irkutsk erst in der Naehe von
Alsalewsk wieder betreten. Hieraus erklaerte sich die Anhaeufung von Ruinen
jenseit dieser Stadt, das unzweifelhafte Merkmal der Kriegfuehrung dieser
Horden. Nishny-Udinsk verfiel eben demselben Schicksal, und die Tartaren,
in einer Gesammtstaerke von 50,000 Mann, hatten es schon verlassen, um sich
einiger wichtiger Stellungen vor Irkutsk zu bemaechtigen. In kurzer Zeit
sollten sie mit den Truppen des Emirs zusammentreffen.
So lagen die Dinge zu jener Zeit, - gewiss eine gefaehrliche Lage fuer den
vollstaendig isolirten Theil des oestlichen Sibiriens und fuer die
verhaeltnissmaessig wenigen Vertheidiger seiner Hauptstadt.
Michael Strogoff erfuhr also von der Ankunft einer dritten Colonne der
Tartaren vor Irkutsk, sowie von der bevorstehenden Vereinigung des Emirs
und Iwan Ogareff's mit der Hauptmacht ihrer Truppen. Ein Angriff auf
Irkutsk und die Eroberung der Stadt erschien hiernach nur noch als eine
Frage der Zeit.
Welche Gedanken bestuermten hierbei Michael Strogoff! Wer wuerde erstaunen,
wenn er in dieser Lage endlich allen Muth, alle Hoffnung verlor? Und doch
war das nicht der Fall, denn seine Lippen murmelten immer und immer wieder
die Worte:
"Ich werde dennoch ankommen!"
Eine halbe Stunde nach jenem Ueberfall durch die Reiter betraten Michael
Strogoff, Nicolaus und Nadia Nishny-Udinsk. In einiger Entfernung folgte
der treue Hund ihnen nach. In dieser ringsum brennenden Stadt, welche eben
die letzten Marodeure verliessen, sollten sie nicht bleiben.
Die Gefangenen wurden auf Pferde geworfen und eiligst weiter geschleppt.
Nicolaus verhielt sich resignirt, wie immer, Nadia unerschuettert in ihrem
Glauben an Michael Strogoff, und dieser zwar aeusserlich gleichgiltig, aber
immer bereit zu entfliehen, sobald sich eine Gelegenheit boete.
Den Tartaren entging es keineswegs, dass einer ihrer Gefangenen blind war,
und ihre natuerliche Rohheit benutzte diesen Umstand, um mit dem armen
Ungluecklichen noch ihr Spiel zu treiben. Man ritt in schnellem Schritte.
Michael Strogoff's Pferd, das nur von ihm geleitet wurde, machte oefters
Seitenspruenge, welche den Zug in Unordnung setzten. Dann regnete es
Injurien und Rohheiten, die das Herz des j
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