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ungen, hatte er sich zuerst seinen eignen fliehenden Vorposten, dann den gotischen Verfolgern entgegengeworfen und durch aeusserste persoenliche Anstrengung und Aufopferung das Gefecht zum Stehen gebracht. Darauf aber hatte er seine beiden Flanken so geschickt verwendet, dass Hildebads Rueckzug ernstlich bedroht war und die Goten, um nicht abgeschnitten zu werden, all' ihre errungenen Vorteile aufgeben und schleunigst in die Stadt zurueckeilen mussten. Cethegus, der mit seinen Isauriern vor der Porta Honoriana lag und zur Hilfe herbeikam, fand das Treffen schon beendet und konnte nicht umhin, nachher Belisar in seinem Zelte aufzusuchen und ihm, als Feldherrn wie als Krieger, seine Anerkennung auszusprechen, ein Lob, das Antonina begierig einsog. "Wirklich, Belisarius," schloss der Praefekt, "Kaiser Justinian kann dir das nicht vergelten." "Da sprichst du wahr," antwortete Belisar stolz: "er vergilt mir nur durch seine Freundschaft. Fuer seinen Feldherrnstab koennte ich nicht thun, was ich fuer ihn schon gethan habe und noch immer thue. Ich thu's, weil ich ihn wirklich liebe. Denn er ist ein grosser Mann mit allen seinen Schwaechen. Wenn er nur Eins noch lernte: mir vertrau'n. Aber getrost: - er wird's noch lernen." Da kam Prokop und brachte einen Brief von Byzanz, der soeben von einem kaiserlichen Gesandten ueberbracht worden. Mit freudestrahlendem Antlitz sprang Belisar, aller Muedigkeit vergessen, vom Polster auf, kuesste die purpurnen Schnuere, durchschnitt sie dann mit dem Dolch und oeffnete das Schreiben mit den Worten: "Von meinem Herrn und Kaiser selbst! Ah, nun wird er mir die Leibwaechter senden und den lang geschuldeten Sold, den ich erwarte, und das vorgeschossene Gold." Und er begann zu lesen. Aufmerksam beobachteten ihn Antonina, Prokop und Cethegus: seine Zuege verfinsterten sich mehr und mehr: seine breite Brust fing an, sich wie in schwerem Krampf zu heben: die beiden Haende, mit welchen er das Schreiben hielt, zitterten. Besorgt trat Antonina heran: aber ehe sie fragen konnte, stiess Belisar einen dumpfen Schrei der Wut aus, schleuderte das kaiserliche Schreiben auf die Erde und stuerzte ausser sich aus dem Gezelt; eilend folgte ihm seine Gattin. "Jetzt darf ihm nur Antonina vor die Augen," sagte Prokop, den Brief aufhebend. "Lass sehn: wohl wieder ein Stuecklein kaiserlichen Dankes," - und er las: "Der Eingang ist Redensart, wie gewoehnlich - aha, jetzt kommt es besser: "Wir koennen glei
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