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ieder eingetreten war und suchte, seine Hand zu fassen. "Nein, ich will nicht schweigen," rief der Zornige, an der offenen Zeltthuer auf und niederrennend, vor welcher Bessas, Acacius, Demetrius und viele andere Heerfuehrer mit Staunen lauschend standen. "Alle Welt soll's hoeren. Er ist ein undankbarer, heimtueckischer Tyrann! Ja du verdientest, dass ich dich stuerzte! Dass ich dir thaete nach dem Argwohn deiner falschen Seele, Justinianus!" Cethegus warf einen Blick auf die draussen Stehenden: sie hatten offenbar alles vernommen: jetzt, eifrig Antoninen winkend, schritt er an den Eingang und zog die Vorhaenge zu. Antonina dankte ihm mit einem Blicke. Sie trat wieder zu ihrem Gatten: aber dieser hatte sich jetzt neben dem Zeltbett auf die Erde geworfen, schlug die geballten Faeuste gegen seine Brust und stammelte: "O Justinianus, hab' ich das um dich verdient? O zu viel, zu viel!" Und ploetzlich brach der gewalt'ge Mann in einen Strom von hellen Thraenen aus. Da wandte sich Cethegus veraechtlich ab: "Lebwohl," sagte er leise zu Prokopius, "mich ekelt es, wenn Maenner heulen." Achtzehntes Kapitel. In schweren Gedanken schritt der Praefekt aus dem Zelt und ging, das Lager umwandelnd, nach der ziemlich entlegenen Verschanzung, wo er mit seinen Isauriern sich eingegraben hatte vor dem Thor des Honorius. Es war auf der Suedseite der Stadt, nahe dem Hafenwall von Classis, und der Weg fuehrte zum Teil am Meeresstrand entlang. So sehr den einsamen Wanderer in diesem Augenblick der grosse Gedanke, der der Pulsschlag seines Lebens geworden war, beschaeftigte, so schwer die Unberechenbarkeit Belisars, dieses gefuehlsueberschwenglichen Gemuetsmenschen, und die Spannung wegen der Antwort der Franken gerade jetzt auf ihm lastete, - doch ward seine Merksamkeit, wenn auch nur voruebergehend, auf das aussergewoehnliche Aussehen der Landschaft, des Himmels, der See, der ganzen Natur abgezogen. Es war Oktober: - aber die Jahreszeit schien seit langen Wochen ihr Gesetz geaendert zu haben. Seit zwei Monden fast hatte es nicht geregnet: ja kein Gewoelk, kein Streif von Nebel hatte sich in dieser sonst so duenstereichen Sumpflandschaft gezeigt. Jetzt ploetzlich - es war gegen Sonnenuntergang - bemerkte Cethegus im Osten, ueber dem Meer, am fernsten Horizont, eine einzelne rundgeballte, rabenschwarze Wolke, die seit kurzem aufgestiegen sein musste. Die untertauchende Sonnenscheibe, obwohl frei v
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