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nde Brust. "Was thut er?" fragte sie dann. "Er sitzt immer schweigend in der naemlichen Stellung. Auf dem Holzschemel, den Ruecken gegen die Thuer gewandt, das Haupt in beide Haende gestuetzt. Er giebt mir keine Antwort, so oft ich ihn anspreche. Er pflegte sich sonst gar nicht zu regen. Ich glaube, der Gram und Schmerz hat ihm was angethan. Aber heute, wie ich ihm den Wein im Holzbecher hinreichte und sprach: "Trink, lieber Herr, es kommt von treuen Freunden:" - da blickte er auf. So traurig, so zum sterben traurig war der Blick und das ganze Antlitz. Und that einen tiefen Zug und nickte dankend mit dem Haupt und seufzte tief, tief, dass es mir durch die Seele schnitt." Rauthgundis bedeckte die Augen mit beiden Haenden. "Weiss Gott, was er Boeses mit ihm vor hat!" brummte der Alte leise vor sich hin. "Was sagst du?" "Ich sage, du musst jetzt auch einmal tuechtig essen und trinken. Sonst verlassen dich die Kraefte. Und du wirst sie brauchen, arme Frau." "Ich werde sie haben." - "So nimm wenigstens einen Becher Wein." - "Von diesem? Nein, der ist fuer ihn allein." Und sie trat in das innere Gemach zurueck, wo sie ihren alten Platz einnahm. "Der Krug reicht ja noch lang," fuhr der alte Dromon fuer sich fort. "Und ich fuerchte: wir muessen ihn bald retten, wenn er gerettet werden soll. Da koemmt Wachis. Wenn er nur gute Nachricht bringt, sonst .. -" Wachis trat ein. Er hatte seit dem Besuch bei der Koenigin die Sturmhaube und seinen Mantel mit Gewaendern Dromons vertauscht. "Gute Botschaft bring ich," sprach er im Eintreten. "Aber wo wart ihr vor einer Stunde? Ich pochte vergeblich." "Wir waren beide ausgegangen, Wein zu kaufen." "Ach ja, deshalb duftet das ganze Gemach so stark - was seh' ich? Das ist ja alter, koestlicher Falerner! Womit hast du den bezahlt?" "Womit?" wiederholte der Alte, "mit dem edelsten Golde der Welt!" Und seine Stimme bebte vor Ruehrung. "Ich erzaehlte ihr, dass der Praefekt ihn absichtlich Mangel leiden lasse, dass er elend werde. Seit vielen Tagen hat man mir gar keine Speise fuer ihn gegeben. Ich habe ihn, gegen mein Gewissen, nur dadurch erhalten, dass ich den andern Gefangnen an dem Ihren abbrach. Das wollte sie nicht. Sie sann nach und fragte dann: "Nicht wahr, Dromon, die reichen Roemerinnen bezahlen immer noch das gelbe Haar der Germaninnen so hoch?" Und ich, in meiner Einfalt nichts ahnend, sage ja. Und sie geht hin und schneidet schweigend ihre reichen, schoenen,
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