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on Nebeln, zeigte keine Strahlen. Kein Lufthauch kraeuselte die bleierne Flut des Meeres. Keine noch so leise Welle spuelte an den Strand. In der weitgestreckten Ebene regte sich kein Blatt an den Olivenbaeumen. Ja, nicht einmal das Schilf in den Sumpfgraeben bebte. Kein Laut eines Tieres, kein Vogelflug war vernehmbar: und ein fremdartiger, erstickender Qualm, wie Schwefel, schien drueckend ueber Land und Meer zu liegen und hemmte das Atmen. Maultiere und Pferde schlugen unruhig gegen die Bretter der Planken, an welchen sie im Lager angebunden waren. Einige Kamele und Dromedare, die Belisar aus Afrika mitgebracht, wuehlten den Kopf in den Sand. - Schwer beklommen atmete der Wanderer mehrmals auf und blickte befremdet um sich. "Das ist schwuel: wie vor dem "Wind des Todes" in den Wuesten Aegyptens," sagte er zu sich selber. - "Schwuel ueberall - aussen und innen. - Auf wen wird sich der lang versparte Groll der Natur und Leidenschaft entladen?" Damit trat er in sein Zelt. Syphax sprach zu ihm, "Herr, waer' ich daheim, ich glaubte heute: der Gifthauch des Wuestengottes sei im Anzug," und er reichte ihm einen Brief. Es war die Antwort des Frankenkoenigs! Hastig riss Cethegus das grosse, prunkende Siegel auf. "Wer hat ihn gebracht?" Ein Gesandter, der, nachdem er den Praefekten nicht getroffen, sich zu Belisar hatte fuehren lassen. Er hatte den naechsten Weg - den durchs Lager - verlangt. Deshalb hatte ihn Cethegus verfehlt. Er las begierig: "Theudebald, Koenig der Franken, Cethegus dem Praefekten Roms. Kluge Worte hast du uns geschrieben. Noch kluegere nicht der Schrift vertraut, sondern uns durch unsern Majordomus kundgethan. Wir sind nicht uebel geneigt, danach zu thun. Wir nehmen deinen Rat und die Geschenke, die ihn begleiten, an. Den Bund mit den Goten hat ihr Unglueck geloest. Dies, nicht unsere Wandelung, moegen sie verklagen. Wen der Himmel verlaesst, von dem sollen auch die Menschen lassen, wenn sie fromm und klug. Zwar haben sie uns den Sold fuer das Hilfsheer in mehreren Centenaren Goldes vorausbezahlt. Allein das bildet in unsern Augen kein Hindernis. Wir behalten diese Schaetze als Pfand, bis sie uns die Staedte in Suedgallien abgetreten, welche in die von Gott und der Natur dem Reich der Franken vorgezeichnete Gebietsgrenze fallen. Da wir aber den Feldzug bereits vorbereitet und unser tapferes Heer, das schon den Kampf erwartet, nur mit gefaehrlichem Murren die Langeweile des Friedens t
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