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nkend, hatte jetzt Belisarius erreicht, der ihn ehrfurchtsvoll begruesste. "Gegruesst auch du, Belisarius," erwiderte er ernst. "Folge mir sogleich in den Palast. Wo ist Cethegus der Praefekt? Wo Bessas? Ah Cethegus," sagte er, dessen Hand ergreifend, "ich freue mich, den groessten Mann Italiens wieder zu sehen. Du wirst mich alsbald zu der Enkelin Theoderichs begleiten. Ihr gebuehrt mein erster Gang. Ich bringe ihr Geschenke Justinians und meine Huldigung. Sie war eine Gefangene in ihrem eigenen Reich. Sie soll eine Koenigin sein am Hofe zu Byzanz." "Das soll sie," dachte Cethegus. Er verneigte sich tief und sprach: "Ich weiss: du kennst die Fuerstin seit lange: ihre Hand war dir bestimmt." Eine rasche Glut flog ueber des Prinzen Wange. "Leider nicht ihr Herz. Ich sah sie hier, vor Jahren, am Hof ihrer Mutter: und seitdem hat mein inneres Auge nichts mehr als ihr Bild gesehen." "Ja, sie ist das schoenste Weib der Erde," sagte der Praefekt, ruhig vor sich hin sehend. "Nimm diesen Chrysopas zum Dank fuer dieses Wort," sagte Germanus und steckte einen Ring an des Praefekten Finger. Damit traten sie in das Portal des Palastes. "Jetzt, Mataswintha," sprach Cethegus zu sich selbst, "jetzt hebt dein zweites Leben an. Ich kenne kein roemisch Weib - Ein Maedchen vielleicht ausgenommen, das ich kannte! - das solcher Versuchung widerstehen koennte. Soll diese rohe Germanin widerstehen?" - Sowie sich der Prinz von den Muehen der Seefahrt einigermassen erholt und die Reisekleider mit einem Staatsgewand vertauscht hatte, erschien er an der Seite des Praefekten in dem Thronsaal des grossen Theoderich im Mittelbau des Palastes. An den Waenden der stolz gewoelbten Halle hingen noch die Trophaeen gotischer Siege. Ein Saeulengang lief an drei Seiten des Saales hin: in der Mitte der vierten erhob sich der Thron Theoderichs. Mit edlem Anstand stieg der Prinz die Stufen hinan. Cethegus blieb mit Belisar, Bessas, Demetrius, Johannes und zahlreichen andern Heerfuehrern im Mittelgrund. "Im Namen meines kaiserlichen Herrn und Ohms nehme ich Besitz von dieser Stadt Ravenna und von dem abendlaendischen Roemerreich. An dich, Magister Militum, dies Schreiben unseres Herrn, des Kaisers. Erbrich und lies es selbst der Versammlung vor. So befahl Justinianus." Belisar trat vor, empfing knieend den kaiserlichen Brief, kuesste das Siegel, erhob sich wieder, oeffnete und las: "Justinianus, der Imperator der Roemer, Herr des Morgen- und
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