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erlangt und - abliefert, kann ihn rechtfertigen vor Justinian." "Ja," sagte Belisar seufzend, "er hat recht. Es bleibt mir keine Wahl." "So geh," sprach Antonina eingeschuechtert. "Mir aber sei's erlassen, bei diesem Einzug dich zu begleiten: - es ist ein Schlingenlegen, kein Triumph!" -------------- Die Bevoelkerung von Ravenna, wenn auch im Unklaren ueber die naeheren Bestimmungen, war doch gewiss, dass der Friede geschlossen und den langen und schweren Leiden des verheerenden Kampfes ein Ende gemacht sei. Und die Buerger hatten in aufatmender Freude ueber diese Erloesung die Truemmer, die das Erdbeben auf sehr viele Strassen geworfen, hinweggeraeumt und ihre befreite Stadt festlich geschmueckt. Laubgewinde, Fahnen und Teppiche zierten die Strassen, das Volk draengte sich auf den grossen Fora, in den Lagunenkanaelen und in den Baedern und Basiliken in freudiger Bewegung, begierig, den Helden Belisar und das Heer zu sehen, die so lange ihre Mauern bedroht und endlich die Barbaren ueberwunden hatten. Schon zogen starke Abteilungen von Byzantinern stolz und triumphierend ein, waehrend die in schwachen Zahlen ueberall zerstreuten gotischen Posten mit Schweigen und mit Widerwillen die verhassten Feinde in die Residenz Theoderichs einruecken sahen. In dem ebenfalls reichgeschmueckten Koenigspalast versammelten sich die vornehmsten Goten in einer Halle neben den Gemaechern des Koenigs. Dieser bereitete sich, als die fuer den Einzug Belisars anberaumte Stunde nahte, die koeniglichen Kleider anzulegen: - mit Befriedigung, denn es war ja das letztenmal, dass er die Abzeichen einer Wuerde tragen sollte, die ihm nur Schmerz und Unheil gebracht. "Geh, Herzog Guntharis," sprach er zu dem Woelsung, "Hildebad, mein ungetreuer Kaemmerer, hat mich verlassen. Vertritt du dies eine Mal seine Stelle: die Diener werden dir im Koenigsschatz die goldene Truhe zeigen, die Krone, Helm und Purpurmantel, Schwert und Schild Theoderichs verwahren. Ich werde sie heute zum ersten- und letztenmal anlegen, sie dem Helden abzuliefern, der sie nicht unwuerdig tragen wird. Was giebt es dort fuer Laerm!" "Herr, ein Weib," antwortete Graf Wisand, "eine gotische Bettlerin. Sie hat sich schon dreimal herangedraengt. Sie will ihren Namen dir nur nennen! Weise sie hinaus! -" "Nein, sagt ihr, ich will sie hoeren: - heute Abend soll sie im Palast nach mir fragen." Als Guntharis das Gemach verlassen, trat Bess
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