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ich, das Haupt und den linken Arm an eine Saeule gelehnt und starrte zur Erde. Der Prinz fasste seine Rechte. "Es schmerzt mich, Belisarius, der Traeger solcher Botschaft zu sein. Ich uebernahm den Auftrag, weil ihn ein Freund milder als einer der vielen Feinde, die sich dazu draengten, ausfuehren kann. Aber ich verhehle dir nicht: dieser dein letzter Sieg hebt die Ehre deiner fruehern auf. Nie haette ich von dem Helden Belisar solch Luegenspiel erwartet. Cethegus hat sich ausgebeten, dass sein Bericht an den Kaiser dir vorgelegt werde. Er ist deines Lobes voll: hier ist er. Ich glaube, es war die Kaiserin, die Justinians Ungnade gegen dich entzuendet hat. Aber du hoerst mich nicht. -" Und er legte die Hand auf seine Schulter. Belisar schuettelte die Beruehrung ab. "Lass mich, Knabe - du bringst mir - du bringst mir den echten Dank der Kronen." Vornehm richtete sich Germanus auf. "Belisar, du vergissest wer ich bin und wer du bist." "Oh nein, ich bin ein Gefangner und du bist mein Waechter. Ich gehe sofort auf dein Schiff - erspare mir nur Ketten und Bande." -------------- Erst spaet konnte sich der Praefekt von dem Prinzen losmachen, der in vollstem Vertrauen die Angelegenheiten des Staates und seine persoenlichen Wuensche mit ihm besprach. Er eilte, sowie er in seinen Gemaechern, die er ebenfalls im Palaste bezogen, allein war, den ihm von Lucius Licinius mitgeteilten Brief der Kaiserin zu lesen. Er lautete: "Du hast gesiegt, Cethegus. Als ich dein Schreiben empfing, gedacht' ich alter Zeiten, da deine Brieflein in dieser Geheimschrift an Theodora nicht von Staaten und Kriegen handelten, sondern von Kuessen und Rosen ... -" "Daran muessen sie immer erinnern," unterbrach sich der Praefekt. "Aber auch in diesem trocknen Briefe erkannte ich die Unwiderstehlichkeit jenes Geistes, der einst die Frauen von Byzanz noch mehr als deine Jugendschoenheit zwang. So gab ich denn auch diesmal den Wuenschen des alten Freundes nach, wie einst denen des jungen. Ach, ich dachte gern unsrer Jugend, der suessen. Und ich erkannte wohl, dass Antoninens Gemahl allzufest in Zukunft stehn wuerde, wenn er diesmal nicht fiel. So raunte ich denn - wie du geschrieben - dem Kaiser in die Ohren: "Allzugefaehrlich sei ein Unterthan, der ein solches Spiel mit Kronen und mit Aufruhr treiben koenne. Keinen Feldherrn duerfe man lange solcher Versuchung aussetzen. Was er diesmal gegaukelt, koenne er ei
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