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an ihr nicht Unrecht gethan. Fast so schwer, wie an Rauthgundis." - "Wohl, aber diese naechtlichen Gaenge?" - "Werd' ich verhindern. Schon um ihretwillen." "Und der Maure? Ich trau' ihm nicht. Ich weiss, dass er tagelang abwesend: dann taucht er wieder auf im Lager. Er ist ein Spaeher." "Ja, Freund," laechelte Witichis. "Aber der meine. Er geht mit meinem Wissen in Rom aus und ein. Er ist es, der mir noch alle Gelegenheiten verraten." "Und noch keine hat genuetzt! Und die falsche Sandale?" "Ist wirklich ein Votivopfer. Aber fuer Diebstahl; er hat mir, noch ehe du kamst, alles gebeichtet. Er hat, bei der Begleitung der Koenigin sich langweilend, in einem Gewoelbe der Kirche herumgestoebert und da unten allerlei Priestergewaender und vergrabnen Schmuck gefunden und behalten. Aber spaeter, den Zorn des Apostels fuerchtend, wollt' er ihn beschwichtigen, und opferte, in seinem Heidensinn, diese Goldsandale aus seiner Beute. Er beschrieb sie mir ganz genau: mit goldnen Seitenstreifen und einem Achatknopf, oben mit einem _C_ -. Du siehst, es trifft alles zu. Er kannte sie also: sie kann nicht von einem Fluechtenden verloren sein. Und er versprach, als Beweis die dazu gehoerige Sandale des rechten Fusses zu bringen. Aber vor allem: er hat mir einen neuen Plan verraten, der all' unsrer Not ein Ende machen und Belisarius selbst in unsre Haende liefern soll." Zehntes Kapitel. Waehrend der Gotenkoenig diesen Plan seinem Freunde mitteilte, stand Cethegus, in fruehester Stunde nach dem belisarischen Thor beschieden, vor Belisar und Johannes. "Praefekt von Rom," herrschte ihn der Feldherr beim Eintreten an, "wo warst du heute Nacht?" "Auf meinem Posten. Wohin ich gehoere. Am Thor Sankt Pauls." "Weisst du, dass in dieser Nacht einer der besten meiner Anfuehrer, Perseus der Archon, des Johannes Bruder, die Stadt verlassen hat und seitdem verschwunden ist?" "Thut mir leid. Aber du weisst: es ist verboten, ohne Erlaubnis die Mauer zu ueberschreiten." "Ich habe aber Grund zu glauben," fuhr Johannes auf, "dass du recht gut weisst, was aus meinem Bruder geworden, dass sein Blut an deinen Haenden klebt." "Und beim Schlummer Justinians!" brauste Belisar auf, "das sollst du buessen. Nicht laenger sollst du herrschen ueber des Kaisers Heer und Feldherrn. Die Stunde der Abrechnung ist gekommen. Die Barbaren sind so gut wie vernichtet. Und lass sehn, ob nicht mit deinem Haupt auch das K
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