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stehen ploetzlich dort. Wer hat sie dorthin geschickt?" "Ich!" sagte Cethegus, ueberlegend. "Sie woll'n nicht oeffnen ohne deinen Befehl! rette doch seine - Belisars! - Leiche!" Cethegus zauderte - er hielt das Schwert halb erhoben - er schwankte. "Die _Leiche_," dachte er, "rett' ich gern." Da flog Syphax heran. "Nein! er lebt noch!" rief er seinem Herrn ins Ohr, "ich hab ihn gesehen von der Zinne: er regt sich noch: aber er ist gleich gefangen: die gotischen Reiter brausen heran: - Totila, Teja, gleich sind sie bei ihm!" "Gieb Befehl, lass das tiburtiner Thor oeffnen!" mahnte Bessas. Aber des Praefekten Auge blitzte: sein Antlitz ueberflog jener Ausdruck stolzer, kuehner Entschlossenheit, der es mit daemonischer Schoenheit verklaeren konnte. Er schlug mit dem Schwert an den zertruemmerten Thorfluegel vor sich: "Auf, zum Ausfall. Erst Rom: dann Belisar! Rom und Triumph!" Das Thor flog auf. Die stuermenden Goten, schon des Sieges sicher, haetten alles eher erwartet als dies Wagnis der, wie sie waehnten, ganz verzagten Byzantiner. Sie waren ohne Fechtordnung um das Thor herum zerstreut, wurden voellig ueberrascht und durch den Anlauf der fest geschlossenen Reihe rasch in den hinter ihnen klaffenden Graben geworfen. Der alte Hildebrand wollte seinen Widder nicht lassen. Sich hoch aufrichtend, zerschmetterte er Gregor, dem Byzantiner, mit seinem Steinhammer den hochgeschweiften Helm und das Haupt. Aber gleichzeitig fast stiess ihn selber Lucius Licinius mit dem Schildstachel in den Graben. Cethegus zerhieb mit dem Schwert die Seile der Maschine, die krachend auf den Alten stuerzte. "Jetzt Feuer in die Holzmaschinen, die noch stehen," befahl Cethegus. Rasch loderten deren Balken auf in Flammen. Sogleich kehrten die siegreichen Roemer zurueck in die Waelle. Da rief Syphax dem Praefekten entgegen: "Gewalt, Herr, Aufruhr und Empoerung! Die Byzantiner gehorchen dir nicht mehr! Bessas rief sie auf, das tiburtinische Thor mit Gewalt zu oeffnen. Seine Leibwaechter drohen, Marcus Licinius anzugreifen und deine Legionare und Isaurier zu schlachten durch die Hunnen." "Das buessen sie!" rief Cethegus grimmig. "Wehe Bessas! Ich will's ihm gedenken! Auf, Lucius Licinius, nimm den halben Rest der Isaurier! Nein, nimm sie alle! alle! du weisst wo sie stehn: fasse die Leibwaechter des Thrakers von Porta Clausa her im Ruecken. Und stehn sie nicht ab, - so hau' sie nieder, ohne Schonung. Hilf deinem Bruder! Ich folge gleich
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