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und mein Dank fuer sein Schwert sei mein Rat: Er
solle noch heute den gefuerchteten Johannes mit acht Tausend Mann durch das
Picenum gegen Ravenna schicken: die flaminische Strasse ist frei und wird
wenig gedeckt sein: denn Witichis hat die Besatzungen aller Festungen
hierher gezogen: und leichter gewinnen wir jetzt Ravenna, als die Barbaren
Rom. Sowie aber der Koenig Ravenna, seinen allerletzten Hort, bedroht
sieht, wird er eilen, ihn um jeden Preis zu retten. Er wird sein Heer
hinwegziehen von diesen uneinnehmbaren Mauern und wieder der Verfolgte
statt des Verfolgers sein." "Cethegus," sprach Prokop aufspringend, "du
bist ein grosser Feldherr." - "Nur nebenbei, Prokopius! geh jetzt und gruesse
mir den grossen Sieger Belisar."
Fuenfzehntes Kapitel.
An dem letzten Tage des Waffenstillstands konnte Cethegus bereits wieder
auf den Waellen des Grabmals Hadrians erscheinen, wo ihn seine Legionare
und Isaurier mit lautem Zuruf begruessten. Sein erster Gang war zu dem
Grabmal des Kallistratos; er legte auf die schwarze Marmorplatte einen
Kranz von Lorbeern und von Rosen nieder. Waehrend er von hier aus die
Verstaerkung der Befestigungen anordnete, brachte ihm Syphax ein Schreiben
von Mataswintha.
Es lautete lakonisch genug: "Mach' bald ein Ende. Nicht laenger kann ich
den Jammer ansehn. Die Bestattung von vierzig Tausend Maennern meines Volks
hat mir die Brust zerrissen. Die Klagelieder schienen alle mich
anzuklagen. Waehrt das noch laenger, so erlieg ich. Der Hunger wuetet
furchtbar in dem Lager. Ihre letzte Hoffnung ist eine grosse Zufuhr von
Getreide und Vieh, die aus Suedgallien unter Segel ist. An den naechsten
Calenden wird sie auf der Hoehe von Portus erwartet. Handle danach - aber
mach' rasch ein Ende."
"Triumph," sprach der Praefekt, "die Belagerung ist aus. Unsre kleine
Flotte lag bisher fast muessig zu Populonium. Jetzt soll sie Arbeit finden.
Diese Koenigin ist die Erinnys der Barbaren." Und er ging selbst zu
Belisar, der ihn mit edler Grossheit empfing. -
In derselben Nacht, der letzten der Waffenruhe, zog Johannes zum
pincianischen Thore hinaus, dann links nach der flaminischen Strasse
schwenkend. Ravenna war sein Ziel. Und eilende Boten flogen zur See mit
raschen Segeln nach Populonium, wo sich ein kleines roemisches Geschwader
gesammelt hatte. Der Kampf um die Stadt ruhte, trotz Ablauf des
Waffenstillstands, fast ganz. Eine Woche darauf etwa, machte der Koenig,
der
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