FREE BOOKS

Author's List




PREV.   NEXT  
|<   85   86   87   88   89   90   91   92   93   94   95   96   97   98   99   100   101   102   103   104   105   106   107   108   109  
110   111   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132   133   134   >>   >|  
rtrug, wurden immer deutlicher. Von der Stelle, an der Michael Strogoff Nadia zurueck gelassen hatte, war nichts zu sehen. Die Strasse verlief mehrfach gekruemmt und der blaeuliche Schein der Blitze erleuchtete nur den Bergvorsprung, der sich in einen solchen Strassenbogen hineinschob. Der Wind bildete, indem er sich an allen jenen Ecken und Kanten brach, sehr schwer zu passirende Wirbel, denen Michael Strogoff nur mit dem Aufgebot aller Kraefte zu widerstehen vermochte. Jedoch, es zeigte sich sehr bald, dass die Reisenden, von denen jene Hilferufe ausgingen, nicht mehr sehr fern sein konnten. Waren sie fuer Michael Strogoff auch noch nicht sichtbar - ob das nun daher kam, dass Jene sich nicht auf der Strasse selbst befanden, oder dass nur die herrschende Dunkelheit sie seinen Blicken noch verbarg, - jedenfalls verstand er ihre Worte schon ganz deutlich. Da hoerte er denn, - natuerlich zu seiner nicht geringen Verwunderung, - Folgendes: "Wirst Du wohl zurueckkommen, Schlingel? -- Dich erwartet die Knute auf dem naechsten Relais. -- Hoerst Du, Du Postillon der Hoelle! He! Du, da unten! -- So wird man in diesem verwuenschten Lande befoerdert. -- Und das nennen sie einen Teleg! -- He, Du dreifacher Erztoelpel! - Da reisst er aus und scheint's gar nicht zu bemerken, dass er uns hier sitzen gelassen hat! -- Nein, mich so zu behandeln! Mich, einen wohlbeglaubigten Englaender! Ich werde mich beim Kanzleramte beklagen und den Burschen dingfest machen lassen!" Der, welcher diese Worte herauspolterte, schaeumte vor Wuth. Aber ploetzlich schien es Michael Strogoff, als ob ein Zweiter die Situation von ganz anderer Seite betrachtete, denn er hoerte nach einem hellen, bei solcher Scene gewiss unerwarteten Gelaechter die Worte: "Bei Gott, diese Geschichte ist gar zu drollig! -- Was? Sie wagen auch noch zu lachen? entgegnete in aergerlichem Tone der Buerger des Vereinigten Koenigreichs. -- Natuerlich, lieber College, und ganz aus vollem Herzen; was soll ich denn Besseres dabei thun! Ich rathe Ihnen, es ebenso zu machen! Auf Ehrenwort! Das ist gar zu drollig, das ist noch gar nicht dagewesen!..." Da erfuellte ein heftiger Donnerschlag den Engpass mit schrecklichem Krachen, das der Widerhall der Berge noch maechtig verstaerkte. Dann, als das letzte schwache Rollen verloescht war, liess sich wiederum die lustige Stimme vernehmen: "Ja, ja, ganz ausnehmend drollig! Das koennte in Frankreich wahrlich nicht
PREV.   NEXT  
|<   85   86   87   88   89   90   91   92   93   94   95   96   97   98   99   100   101   102   103   104   105   106   107   108   109  
110   111   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132   133   134   >>   >|  



Top keywords:

Strogoff

 
Michael
 
drollig
 

machen

 
gelassen
 
hoerte
 
Strasse
 

gewiss

 

unerwarteten

 

Gelaechter


solcher
 
hellen
 

betrachtete

 
Englaender
 
wohlbeglaubigten
 

beklagen

 
Kanzleramte
 

behandeln

 

sitzen

 

Burschen


dingfest

 

schien

 

ploetzlich

 

Zweiter

 

Situation

 

anderer

 

welcher

 
lassen
 
herauspolterte
 

schaeumte


Buerger

 

Widerhall

 
maechtig
 

verstaerkte

 

Krachen

 

schrecklichem

 

erfuellte

 

dagewesen

 

heftiger

 
Donnerschlag

Engpass

 

letzte

 

schwache

 

vernehmen

 
Frankreich
 

ausnehmend

 

Stimme

 

lustige

 

verloescht

 

Rollen