FREE BOOKS

Author's List




PREV.   NEXT  
|<   108   109   110   111   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132  
133   134   135   136   137   138   139   140   141   142   143   144   145   146   147   148   149   150   151   152   153   154   155   156   157   >>   >|  
beeilte also seine Ankunft in Omsk auf jede moegliche Weise. Jenseits dieser Stadt schien es eher moeglich, den tartarischen Plaenklern, die laengs des Irtysch herabkamen, zuvor zu kommen und die noch freie Strasse nach Irkutsk zu erreichen. Der Tarantass ueberschritt den Fluss uebrigens gerade am Ende der Stelle, welche man in der Militaersprache als "die Ischimsperre" bezeichnet, eine Reihe von hoelzernen Thuermen und Fortificationsanlagen, die sich von der suedlichen Grenze Sibiriens in einer Laenge von 400 Werst (= 427 Kilometer) nach Norden ausdehnt. Sonst waren die Blockhaeuser u. s. w. von Kosakenabtheilungen besetzt und sicherten die Umgebung ebenso wohl gegen Uebergriffe der Kirghisen, wie gegen solche der Tartaren. Als die moskowitische Regierung diese Horden aber fuer vollstaendig unterworfen hielt, hatte man sie verlassen, und sie konnten nun nichts mehr nuetzen, obschon sie gerade jetzt haetten recht vortheilhaft vertheidigt werden koennen. Der groesste Theil dieser Blockhaeuser lag in Asche, und einige Rauchwolken, auf welche die Ruderer Michael Strogoff aufmerksam machten, bezeugten, am fernen Horizonte aufziehend, die Annaeherung der tartarischen Vorhut. Sobald die Faehre den Tarantass nebst Bespannung an das rechte Flussufer befoerdert hatte, ward der Weg durch die Steppe in moeglichster Geschwindigkeit weiter fortgesetzt. Es war sieben Uhr Abends, der Himmel gleichmaessig verschleiert. Wiederholt fiel ein kurzer, aber heftiger Regen, der den Vortheil hatte, den Staub zu loeschen und den Weg eher zu bessern. Von dem Relais in Ischim aus verharrte Michael Strogoff in truebem Schweigen, ohne dass er deshalb die gewohnte Sorgfalt aus den Augen verlor, Nadia die Anstrengungen einer solchen Fahrt ohne Ruhe und Rast moeglichst zu erleichtern, wenn auch nie eine Klage ueber des jungen Maedchens Lippen kam. Wie gern haette sie den Pferden des Tarantass Fluegel verliehen! Ein unbekanntes Etwas rief ihr zu, dass ihr Begleiter wohl noch mehr Eile habe, in Irkutsk anzukommen, als sie selbst; und wie viele Werst trennten sie jetzt noch von diesem Ziele! In ihr stieg auch der Gedanke auf, dass bei einer Besetzung von Omsk durch die Tartaren Michael Strogoff's alte Mutter, welche ja in dieser Stadt wohnte, manchen Gefahren ausgesetzt war, die ihren Sohn auf's schmerzlichste beunruhigen mussten, und dass hierin wohl ein hinreichender Erklaerungsgrund zu finden sei fuer seine Ungeduld, moeglichst schnell bei
PREV.   NEXT  
|<   108   109   110   111   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132  
133   134   135   136   137   138   139   140   141   142   143   144   145   146   147   148   149   150   151   152   153   154   155   156   157   >>   >|  



Top keywords:

Tarantass

 
welche
 
Michael
 

Strogoff

 
dieser
 
gerade
 
Blockhaeuser
 

Tartaren

 

tartarischen

 

moeglichst


Irkutsk
 
deshalb
 

verlor

 
Anstrengungen
 
solchen
 

Sorgfalt

 
gewohnte
 

gleichmaessig

 

Himmel

 

verschleiert


Wiederholt

 

Abends

 

weiter

 

Geschwindigkeit

 

fortgesetzt

 

sieben

 

kurzer

 
heftiger
 
Relais
 

Ischim


verharrte

 

truebem

 
bessern
 

Vortheil

 

loeschen

 

Schweigen

 

haette

 

Mutter

 

wohnte

 
manchen

Gefahren

 

Besetzung

 

diesem

 

Gedanke

 
ausgesetzt
 

finden

 

Erklaerungsgrund

 

Ungeduld

 

schnell

 

hinreichender