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Maedchen.
Nadia verneigte sich leicht.
Alcide Jolivet kehrte sich darauf nach seinem Begleiter um und sagte:
"Die Schwester ist des Bruders werth! Wenn ich ein Baer waere, ich riebe
mich nicht an diesem ebenso achtunggebietenden als liebenswuerdigen
Paerchen!"
Harry Blount stand, gerade wie eine Hopfenstange, mit abgezogenem Hute in
einiger Entfernung. Die zwanglose Hoeflichkeit seines Collegen vermehrte
nur seine natuerliche Steifheit.
Jetzt erschien auch der Jemschik wieder, dem es gelungen war, seine beiden
Pferde wieder einzufangen. Er warf zuerst einen bedauernden Blick auf das
praechtige, am Boden liegende Thier, das hier als Beute fuer die Raubvoegel
liegen bleiben sollte, und machte sich dann erst daran, das Geschirr
wieder in Ordnung zu bringen.
Michael Strogoff setzte ihn von der Lage der beiden andern Reisenden in
Kenntniss und sagte, dass er diesen ein Pferd vom Tarantass zur Verfuegung
stellen wolle.
"Ganz wie es Dir beliebt, entgegnete der Jemschik. Indess, zwei Wagen statt
des einen ...
-- Schon gut, Freundchen, fiel Alcide Jolivet, der dieses Zoegern schnell
genug verstand, ihm in's Wort, Du wirst natuerlich auch doppelte Bezahlung
erhalten.
-- Nun denn vorwaerts, meine Turteltaeubchen!" rief der Jemschik.
Nadia hatte den Tarantass wieder bestiegen, waehrend Michael Strogoff und
seine Begleiter diesem zu Fusse nachfolgten.
Es mochte gegen drei Uhr sein. Der Sturm war nun im Abnehmen und jagte
nicht mehr mit unwiderstehlicher Gewalt durch den Hohlweg, so dass man
leidlich schnell vorwaerts kam.
Mit dem ersten Schimmer des Morgenrothes hatte der Tarantass das
Telegrestchen erreicht, das gewissenhaft bis zur Mitte der Raeder in den
Schlamm eingesunken war. Man erkannte jetzt recht wohl, dass ein heftiger
Ruck der Bespannung die Trennung der beiden Wagentheile veranlasst hatte.
Das eine der Seitenpferde des Tarantass ward nun so gut es eben anging mit
Stricken an den Sitzkasten des Teleg gespannt. Die beiden Journalisten
nahmen auf der Bank ihres etwas sonderbaren Fahrzeugs Platz, und
gleichzeitig setzten sich beide Wagen in Bewegung. Uebrigens hatte man ja
nur die Bergabhaenge des Ural hinunter zu fahren, was keine besondere
Schwierigkeit bot.
Sechs Stunden spaeter langten die beiden Fuhrwerke eines dicht nach dem
anderen in Jekaterinenburg an, ohne dass ein weiterer Unfall diesen zweiten
Theil der Fahrt noch einmal unterbrochen haette.
Das erste Individuum, das den Journ
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