FREE BOOKS

Author's List




PREV.   NEXT  
|<   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132   133   134   135   136  
137   138   139   140   141   142   143   144   145   146   147   148   149   150   151   152   153   154   155   156   157   158   159   160   161   >>   >|  
oegerung zu erleiden, aufmerksam die Anstrengungen der Bootsfuehrer. "Achtung!" rief da der Eine hastig seinem Kameraden zu. Diesen Zuruf veranlasste eine unerwartete Wendung der Faehre, welche mit grosser Geschwindigkeit vor sich ging. Sie ward direct von der Stroemung des Flusses ergriffen und von dieser stromabwaerts mit fortgerissen. Es handelte sich also darum, durch geschickte Handhabung der Stangen die Faehre wieder in schraege Linie gegen die Richtung der Wellenbewegung zu bringen. Die Bootsfuehrer liessen nichts unversucht, und es gelang ihnen, wenn auch mit einiger Muehe, die Direction des Fahrzeugs wieder zu veraendern und nach dem rechten Ufer zu etwas an Weg zu gewinnen. Man konnte schon mit Sicherheit berechnen, dass das Faehrboot fuenf bis sechs Werst stromab von der Abfahrtsstelle das Ufer erreichen wuerde, was ja nicht von zu grosser Bedeutung war, wenn nur Menschen und Thiere gluecklich das Land erreichten. Die beiden Bootsfuehrer, kraeftige Maenner, welche noch das Versprechen eines reichlichen Faehrgeldes besonders antrieb, setzten nicht den mindesten Zweifel in das glueckliche Ueberschreiten des angeschwollenen Irtysch. Dabei liessen sie freilich einen Zwischenfall ausser Acht, den sie unmoeglich voraussehen konnten, und weder ihr Eifer noch ihr Geschick haetten eben gegen diesen etwas auszurichten vermocht. Die Faehre befand sich inmitten der Stroemung, etwa in gleicher Entfernung von beiden Ufern, und schwamm mit der Schnelligkeit von zwei Werst in der Stunde mit jener thalabwaerts, als Michael Strogoff sich erhob und mit gespannter Aufmerksamkeit die Blicke stromaufwaerts richtete. Er bemerkte in dieser Richtung einige Barken, die der Strom mit ungeheurer Schnelligkeit herabtrug, denn zu der der Wasserbewegung gesellte sich noch der Druck der Ruder, mit denen sie ausgeruestet waren. Auf Michael Strogoff's Stirn bildeten sich ploetzlich einige Falten und ein leiser Schrei kam unwillkuerlich ueber seine Lippen. "Was giebt es?" fragte das junge Maedchen. Aber bevor Michael Strogoff noch Zeit fand zu antworten, rief einer der Bootsfuehrer mit erschrockener Stimme: "Die Tartaren! Die Tartaren!" Wirklich glitten einige von Bewaffneten besetzte Barken den Irtysch in groesster Schnelligkeit hinab und mussten binnen wenigen Minuten die Faehre erreichen, welche viel zu tief im Wasser ging, um jenen schnell genug entweichen zu koennen. Erschreckt durch diesen Anblick schrieen die
PREV.   NEXT  
|<   112   113   114   115   116   117   118   119   120   121   122   123   124   125   126   127   128   129   130   131   132   133   134   135   136  
137   138   139   140   141   142   143   144   145   146   147   148   149   150   151   152   153   154   155   156   157   158   159   160   161   >>   >|  



Top keywords:

Bootsfuehrer

 
Faehre
 
einige
 

welche

 
Schnelligkeit
 
Michael
 
Strogoff
 

Tartaren

 

Richtung

 

liessen


wieder
 
Barken
 

beiden

 
Irtysch
 
diesen
 

erreichen

 
dieser
 

Stroemung

 

grosser

 

gespannter


Aufmerksamkeit

 

thalabwaerts

 

schnell

 

Blicke

 

stromaufwaerts

 

Minuten

 

ungeheurer

 
Wasser
 
richtete
 

bemerkte


Anblick

 

Erschreckt

 
koennen
 

auszurichten

 

haetten

 

schrieen

 

Geschick

 

vermocht

 

befand

 
schwamm

herabtrug

 

Stunde

 

Entfernung

 

gleicher

 
inmitten
 

entweichen

 

wenigen

 

fragte

 

groesster

 

besetzte