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de am Kopfe zu halten, denn dem ganzen Gespann drohte eine
schreckliche Gefahr.
Unbeweglich stand der Tarantass an einer Biegung des Weges, durch welche
der Sturm hereintobte. Der Wagen musste also dem Winde gerade entgegen
gehalten werden, denn ergriff jener ihn von der Seite, so waere er
unfehlbar umgeworfen und in den benachbarten Abgrund geschleudert worden.
Von den Windstoessen zurueckgedraengt baeumten sich die Pferde, ohne dass es
ihrem Fuehrer gelang, sie wieder zur Ruhe zu bringen. Auf die
Schmeichelworte folgten die kraeftigsten Flueche. Nichts half. Die armen,
von den elektrischen Entladungen geblendeten, von dem schrecklichen,
Artilleriesalven aehnlichen Donner betaeubten Thiere drohten die Straenge zu
zerreissen und durchzugehen. Der Jemschik war nicht mehr Herr seines
Gespannes.
Da sprang Michael Strogoff aus dem Tarantass und kam dem Kutscher zu Hilfe.
Seiner aussergewoehnlichen Koerperkraft gelang es, wenn auch nicht ohne Muehe,
die Thiere zu baendigen.
Aber die Wuth des Orkanes verdoppelte sich. Die Strasse erweiterte sich an
der eben erreichten Stelle tonnenartig, so dass sich der Wind hineinpresste,
etwa wie in die Zugrohre, welche man auf dem Verdeck der Dampfer sieht.
Gleichzeitig begann eine Lawine von Steinen und Baumstaemmen den Abhang
herab zu poltern.
"Hier koennen wir nicht bleiben, sagte Michael Strogoff.
-- Wir werden auch gar nicht laenger hier sein! rief der Jemschik, waehrend
er ganz bestuerzt sich mit aller Macht gegen die mit entsetzlicher Wucht
einherstuermenden Luftmassen stemmte. Der Sturm war schon sehr nahe daran,
uns bergab zu befoerdern und das auf dem kuerzesten Wege.
-- Nimm das Handpferd beim Zuegel, Memme! antwortete Michael Strogoff; fuer
das linke werde ich stehen!"
Ein neuer heftiger Windstoss unterbrach Michael Strogoff. Der Kutscher und
er mussten sich fast bis zur Erde niederbeugen, um nicht umgeweht zu
werden; aber trotz ihrer eigenen und der Anstrengung der Pferde, die sie
jetzt direct gegen den Wind hielten, rollte der Wagen doch eine kleine
Strecke zurueck, und haette ihn dann nicht ein querliegender Baumstamm
aufgehalten, so waere er wohl vom Wege abgedraengt worden.
"Fuerchte Dich nicht, Nadia! rief Michael Strogoff.
-- Ich habe keine Furcht", erwiderte die junge Lieflaenderin, ohne dass ihre
Stimme irgend eine besondere Erregtheit verrathen haette.
Einen Augenblick verstummte das Rollen des Donners und der brausende Sturm
verlor sich weiter u
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