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n von Tarvisium, Verona und Ticinum machten keine Fortschritte.
Und mit Vergnuegen vernahm Cethegus, dass Hildebad, dessen Schar sich durch
Zulauf unterwegs auf etwa sechshundert erhoeht, Acacius, der ihn mit
tausend Perser-Reitern eingeholt und angegriffen, blutig zurueckgeschlagen
hatte. Eine starke Abteilung von Byzantinern aber, die ihm von Mantua aus
entgegenrueckte, verlegte ihm alle Wege - er wollte nach Tarvisium zu
Totila - und noetigte ihn, sich in das noch von den Goten unter Thorismuth
besetzte Kastell von Castra Nova zu werfen. Hier hielten ihn die
Byzantiner eingeschlossen, vermochten aber nicht, den festen Bau zu nehmen
und schon sah der Praefekt die Stunde kommen, da ihn Acacius zu Hilfe rufen
wuerde, den Goten, der ihm dann nicht mehr entrinnen konnte, zu vernichten.
Es freute ihn, dass die Kriegsmacht von Byzanz seit Belisars Entfernung
sich offen vor ganz Italien als unfaehig erwies, den letzten Widerstand der
Goten zu brechen. Und die Haerte der byzantinischen Finanzverwaltung, die
Belisar ueberall, wo er einzog, mit sich fuehren musste - er konnte die auf
Befehl des Kaisers geuebte Aussaugung nicht hindern - erweckte oder
steigerte in den Staedten und auf dem flachen Lande die Abneigung gegen die
Ostroemer. Cethegus huetete sich wohl, wie Belisar gethan, den aergsten
Uebergriffen der Beamten Justinians zu wehren. Er sah es mit Freude, dass in
Neapolis, in Rom wiederholt das Volk gegen die Bedruecker in offnem Aufruhr
emporloderte.
Waren die Goten vollends vernichtet, der Byzantiner Macht veraechtlich,
ihre Tyrannei verhasst genug geworden, dann konnte Italien aufgerufen
werden, frei zu sein und der Befreier, der Beherrscher hiess Cethegus.
Dabei verliess ihn nur die Eine Besorgnis nicht - denn er war fern von
Unterschaetzung seiner Feinde, - der Gotenkrieg, dessen letzte Funken noch
nicht ausgetreten, koenne nochmal aufflammen, geschuert durch die Entruestung
des Volkes ueber den geuebten Verrat.
Schwer fiel dem Praefekten ins Gewicht, dass die tiefstgehassten Fuehrer der
Goten, dass Totila und Teja nicht mit im Netze zu Ravenna waren gefangen
worden. Um der Gefahr jener begeisterten Volkserhebung zuvorzukommen,
trachtete er so eifrig, dem gefangnen Gotenkoenig die Erklaerung zu
entreissen, er habe sich und die Stadt zuletzt ohne Hoffnung und Bedingung
unterworfen, und er fordre die Seinen auf, den aussichtslosen Widerstand
aufzugeben.
Und auch das Kastell, in welchem der Kriegsschatz Theo
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