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rblindung zu geben, und wir wissen, wie unbedenklich er es auf's Spiel setzte. Nur seine Mutter allein kannte den wahren Sachverhalt, ihr hatte er es damals auf dem Platze vor Tomsk in's Ohr gefluestert, als er in der Dunkelheit ueber jene gebeugt sie mit seinen heissen Kuessen bedeckte. Man entsinnt sich auch, dass, als Iwan Ogareff in herzlosem Spotte das kaiserliche Schreiben vor Michael Strogoff's geblendete Augen hielt, dieser dasselbe lesen konnte, und natuerlich Alles gelesen hatte, was die verruchten Plaene des Verraethers enthuellte. Hieraus erklaert sich auch sein verdoppeltes Draengen, in Irkutsk anzukommen und sich daselbst seiner Mission wenigstens muendlich zu entledigen. Er wusste, dass die Stadt verrathen werden solle, dass des Grossfuersten Leben in der ernstesten Gefahr schwebe. Die Rettung des Bruders seines Czaar, ja das Heil ganz Sibiriens ruhte also in seiner Hand. Mit wenigen Worten wurden dem Grossfuersten alle die frueheren Vorkommnisse mitgetheilt, wobei Michael Strogoff mit Waerme den Antheil hervorhob, der Nadia bei der Ueberwindung der zahlreichen Hindernisse gebuehrte. "Wer ist das junge Maedchen? fragte der Grossfuerst. -- Die Tochter Wassili Fedor's, eines Verbannten. -- Die Tochter des Commandanten Fedor, fuhr aber der Grossfuerst fort, ist nicht mehr die Tochter eines Verbannten. In Irkutsk giebt es jetzt keine Verbannten mehr!" Nadia fiel, ueberwaeltigt von der Freude, der sie leichter erlag als den harten Schlaegen des Schicksals, dem Grossfuersten zu Fuessen, der sie jedoch mit der einen Hand wieder aufzog und die andere Michael Strogoff darbot. Eine Stunde spaeter lag Nadia in den Armen ihres Vaters. Michael Strogoff, Nadia und Wassili Fedor waren vereinigt und hoch schlugen ihre Herzen im Uebermass des Glueckes. Der Angriff der Tartaren auf die Stadt schlug gaenzlich fehl. Wassili Fedor hatte mit seiner kleinen Truppe die ersten Anstuermenden niedergemacht, die vor dem Thore von Bolchaia in der Meinung, dasselbe schon offen zu finden, erschienen, waehrend Jener mit instinctivem Vorgefuehl darauf drang, hier zur Vertheidigung zurueck zu bleiben. Gleichzeitig mit der Zurueckweisung der Tartaren gelang es den Belagerten auch, die Feuersbrunst zu bewaeltigen. Die Naphtha auf der Oberflaeche der Angara war bald verbrannt, und die auf die Haeuser laengs des Flusses concentrirten Flammen verschonten die uebrigen Theile der Stadt. Noch vor Tagesanbruch zogen sich di
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