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aerglichem Gehalt, ohne Familienanschluss, in einer Stadt wie Hamburg. Man weiss, was das sagen will. Und sie war in einem juedischen Geschaeft angestellt. Nicht, dass sie jemals geklagt haette. Im Gegenteil. Aber ich habe nun mal diese Animositaet gegen Israel. Sie lachte mich oft deswegen aus. Sie war eine vornehme Natur und ein Labsal nach all diesen Paulas und Ellas und Friedas, bei denen ich meine Gefuehle fuer das Weib "an den Mann zu bringen" suchte. Sie hatte sogar Maessigkeitseinfluss auf mich. Es war meine Temperenzlerperiode. Aber da ich sie nicht heiraten konnte, verlangte sie zuletzt Schluss. Entweder, oder! Und ich konnte sie nicht heiraten. Es waere ein Hungerleben geworden. Eine der Ehen, die nichts sind, als ein langsameres oder schnelleres, aber immer sicheres und qualvolles Hinsiechen der Liebe. Sie sah das ein. Ohne Vorwurf, ohne Klage reiste sie ab. Ein Charakter, eine vornehme Seele. Eine Aristokratin! Dieses Denkmal hast du verdient, Berta! * * * * * Wie wohl fuehl ich mich allmaehlich in diesen einfachen Verhaeltnissen hier, und taeglich wird mir klar, was mir in der Stadt wie ein Strick um den Hals lag und schnuerte und schnuerte. Es ist die ganze widerliche Luege jenes Lebens und Treibens. Hier ist alles auf Wahrheit gegruendet, auf Natur. Nichts ohne Zweck, und der Zweck ehrwuerdig, weil notwendig und natuerlich. Hier hat jeder noch ein Verhaeltnis zu seiner Arbeit, ist mit ihr verwachsen. Was hat der Kaufmann, der Kraemer, fuer ein Verhaeltnis zu seiner Ware? Sie ist ihm nur Mittel Geld zu machen; bringt ihm die schlechte mehr ein, ist sie ihm lieber als die gute. Und diese ganze Vermittlergesellschaft, die ihr Brot durch Laufen und Schwatzen verdient. Diese ganze, hohle, windige Gesellschaft. Wie lob ich mir den Handwerker, der mit seiner Arbeit, seinem Topf, seinem Schmiedewerk, seinem Stuhl, ein Stueck seines Ichs hingibt, des erhaltenen Lohnes wuerdig! Da haengt Schweiss daran, Liebe, Freude, Ehre. Und hier der Bauer! Welche Tuechtigkeit, welche Natuerlichkeit, welche innere urheilige Notwendigkeit in all seinem Tun. Der Adel der Arbeit! Und dann sind hier keine Juden. Juden und Sozialdemokraten, die haben jetzt das grosse Wort. Scheidewasser! Zersetzende Elemente. Ohne Produktivitaet. Waere Gott ein Jude, waere die Welt nicht. Ein Jude kann kein Gott sein. Der Jude hat Witz, ein Gott nie. Ein witziger Gott! Ein goettlicher Witz! Wide
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