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d aus voller Brust, breitete er die Arme aus. Sein Weib flog an seine Brust und sie weinten beide suesse Thraenen der Liebe und der Freude. Mataswintha aber, die sich erhoben hatte, wankte gegen die Mauer. Sie strich sich langsam die roten, losgegangnen Haare aus der Stirn und blickte auf das Paar, das der Mondstrahl, der durch die Turmluke fiel, hell beleuchtete. "Wie er sie liebt! Ihr, ja ihr wuerd' er folgen in Freiheit und Leben. Aber er muss ja bleiben! Und sterben - mit mir." - "Saeumt nicht laenger!" mahnte von der Kerkerthuere her die Stimme Dromons. "Ja, rasch fort, mein Leben!" rief Rauthgundis. Sie zog einen kleinen Schluessel aus dem Busen und tastete an den Ketten, des Schlosses kleine Oeffnung suchend. "Wie? soll ich wirklich nochmal hinaus?" fragte der Gefangene, halb in seine Betaeubung zuruecksinkend. "Ja, hinaus in Luft und Freiheit," rief Rauthgundis und warf die losgeschlossenen Armfesseln zur Erde. "Hier Witichis, eine Waffe! Ein Beil! Nimm!" Begierig ergriff der gotische Mann die Axt und holte kraeftig damit aus: "Ah! die Waffe thut dem Arm, der Seele wohl!" "Das wusste ich, mein tapfrer Witichis!" rief Rauthgundis, kniete nieder und schloss die Kette auf, die seinen linken Fuss an den Steinblock gefesselt hielt. "Nun schreite aus! Denn du bist frei." Witichis that, das Beil in der Rechten hebend, hoch sich reckend, einen Schritt gegen die Thuere. "Und _sie_ darf seine Ketten loesen!" fluesterte Mataswintha. "Ja, frei!" sprach Witichis, hoch aufatmend. "Ich _will_ frei sein und mit dir gehen." "Mit ihr will er gehen!" rief Mataswintha und warf sich den Gatten in den Weg. "Witichis - leb wohl - geh! - Nur sage mir nochmal - dass du mir vergiebst." "Dir vergeben?" rief Rauthgundis. "Nie! Niemals! Sie hat unser Reich zerstoert. Sie hat dich verraten. Nicht der Blitz des Himmels - ihre Hand hat deine Speicher verbrannt!" "O so sei verflucht!" rief Witichis. "Hinweg von dieser Schlange der Hoelle!" Und sie von der Pforte hinwegschleudernd, schritt er ueber die Schwelle, gefolgt von Rauthgundis. "Witichis!" rief Mataswintha sich aufraffend. "Halt! Halt an! Hoere mich nur noch einmal! Witichis!" "Schweig!" sprach Dromon, ihren Arm ergreifend. "Du wirst ihn verderben." Aber Mataswintha, ihrer nicht mehr maechtig, riss sich los und folgte, die Stufen hinauf in den Gang. "Halt!" rief sie, "Witichis! Du darfst nicht so hinweg. Du musst mir verzeihn." Da brach sie ohnm
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