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die Muskatbaeume werden dort noch im grossen Massstab gepflegt. Die Muskatbaeume, die mit den Gewuerznelkenbaeumen stets zusammen genannt werden, gehoeren zu der Gattung _Myristica_, die den Lorbeergewaechsen sehr nahe steht. Der wichtigste Muskatbaum ist _Myristica fragrans_, der in seinem Aussehen an unsere Birnbaeume erinnert. Er besitzt eine rundliche Krone und dichte Belaubung. Seine Bluethen sind weiss oder gelblich und gleichen auffallend denjenigen unserer Maiblumen. Da sie klein sind, so fallen sie freilich nicht in die Augen. Das thun hingegen die hellgelben, aprikosenaehnlichen Fruechte, die der Baum gleichzeitig traegt. Diese Fruechte springen bei voller Reife auf und dann leuchtet ein carmoisinrother Samenmantel aus ihrem Innern hervor. In Gestalt einer zerschlitzten Huelle umgibt er den schwarzbraunen, als Muskatnuss bekannten Samen. Er selbst wird faelschlich als Muskatbluethe bezeichnet. Auch der Zimmet war einst ein Monopol der Portugiesen, hierauf der niederlaendisch-ostindischen Compagnie und ging auf die englisch-ostindische ueber, als England 1796 Besitz von Ceylon ergriff. Wie Zimmet, Gewuerznelken und Muskatnuss in der niederlaendischen Geschichte, so spielte der ostindische Pfeffer einst eine nicht unbedeutende Rolle in der Geschichte Venedigs. Namentlich aus Ruecksicht auf diesen Pfeffer lag Venedig daran, das rothe Meer und Aegypten sich offen zu halten. Unmengen von Pfeffer wurden in Venedig, in dem Fondaco de' Tedeschi, an die Deutschen verhandelt. Im Mittelalter herrschte, wie Flueckiger besonders hervorhebt, eine kaum mehr verstaendliche Gier nach Pfeffer, der schliesslich fast die Bedeutung eines ueberall gangbaren Zahlmittels erlangte. Im dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert nahm er entschieden den ersten Rang unter den Gewuerzen ein; er stand so hoch im Preise, dass aermere Klassen von dem regelmaessigen Gebrauch desselben absehen mussten und "_cher comme poivre_" sprichwoertlich wurde. Diese Sucht nach Gewuerzen kam, wie Le Grand d'Aussy erzaehlt, von den vielen schwer verdaulichen Speisen, welche man damals zu geniessen pflegte. Es gab raffinirte Gourmands, welche Gewuerze bei sich fuehrten, um nach eigenem Geschmack die Speisen bei Tische sich mundgerecht zu machen. Regnard bezeichnet solche Esskuenstler als "_Docteurs en Soupers_". Aus der Geschichte des Levantehandels im Mittelalter von Wilhelm Heyd geht hervor, dass zu den verbreitetesten Specereien damals auch der Ingwer
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