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en. "Muss ich denn wirklich auf die Polizei?" fragte er, "um welche Zeit?" "Um 11 Uhr." "Aber da kann ich doch nicht, da haben wir Griechisch. So muss ich es dem Professor sagen, dann erfaehrt es der Rektor und schliesslich kommt die Sache noch ins Zeugnis!" "Natuerlich erfaehrt das der Rektor," sagte Herr Pfaeffling, "die anderen sind jedenfalls auch vorgeladen. Warum machst du so dumme Streiche!" Es war eine Weile still, jedes dachte ueber den Fall nach. "Koenntest du nicht etwa mit ihm auf die Polizei gehen," sagte Frau Pfaeffling zu ihrem Mann, "und ein gutes Wort fuer ihn einlegen?" Herr Pfaeffling ueberlegte. "Morgen, Freitag? Da ist Probe in der Musikschule, da kann ich unmoeglich fort. Das muss er schon allein ausfechten. Es kann ihm auch nicht viel geschehen, wenn es sich nur um einen Schneeballen an die Schulter handelt; war auch gewiss sonst gar nichts dabei, Wilhelm, ich kann es kaum glauben!" "Gar nichts, als dass die andern gelacht und ungeniert weitergeworfen haben, dicht um den Herrn herum, das hat ihn am meisten geaergert. Besonders der Baumann war so frech, du kennst ihn ja, Karl." "Warum treibst du dich auch mit solchen herum? Da heisst es mitgefangen, mitgehangen." Elschen drueckte sich an die Mutter und sagte klaeglich: "Jetzt wird Weihnachten gar nicht schoen." Und es widersprach ihr niemand, fuer diesen Abend wenigstens war die ganze Weihnachts-Vorfreude aus dem Hause gewichen. Noch spaet abends, im Bett, fluesterten die beiden Schwestern zusammen, berieten, ob Wilhelm bei Wasser und Brot in den Arrest gesperrt wuerde, und als Anne eben im Einschlafen war, rief Marie sie noch einmal an und sagte: "Das aergste ist mir erst eingefallen! Wenn Herr Hartwig von der Polizei hoert, dann kuendigt er uns!" Da war es denn schon wieder in der Familie Pfaeffling, das Schreckgespenst, die Kuendigung! So bangen Herzens, wie am naechsten Morgen, hatte sich Wilhelm noch nie auf den Schulweg gemacht. Zwar hatte der Vater ihm an den Professor ein Briefchen mitgegeben, und die Mutter hatte ihm gesagt: "Habe nur keine Angst, ein Unrecht ist's nicht, was du getan hast," aber er hatte ihr doch angemerkt, wie unbehaglich es ihr selbst zumute war, und hatte zufaellig gehoert, wie der Vater zu ihr gesagt hatte: "Eine Mutter von vier Buben muss sich auf allerlei gefasst machen." In der Schule war es sein erstes, sich nach den anderen Uebeltaetern zu erkundigen. "Muesst ihr auch auf die Polizei?" fra
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