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elche ihm die Anerkennung und das Wohlwollen seiner Vorgesetzten erwarben und seine Carriere beschleunigten. Den ihm nach so muehseligen Expeditionen mit Recht zukommenden Urlaub versaeumte er nie seiner alten Mutter zu widmen - und wenn er auch Tausende von Wersten entfernt war von ihr, und der Winter alle Wege fast ungangbar machte. Jetzt hatte Michael Strogoff, der im Sueden des Reichs vielfach beschaeftigt wurde, die alte Marfa zum ersten Male seit drei Jahren, fuer ihn drei Jahrhunderte - nicht gesehen! In wenig Tagen sollte er seinen reglementsmaessigen Urlaub antreten und hatte auch schon alle Vorbereitungen zur Reise nach Omsk getroffen, als die uns schon bekannten Ereignisse eintraten. Michael Strogoff wurde vor den Czaaren gefuehrt, in vollstaendiger Unkenntniss dessen, was derselbe von ihm verlangen wuerde. Einige Augenblicke betrachtete ihn der Czaar, ohne ein Wort zu reden, mit durchdringendem Blicke, waehrend Michael Strogoff unbeweglich stehen blieb. Dann wendete sich der Czaar, offenbar befriedigt von dieser Vorpruefung, nach seinem Schreibtische, machte dem Chef der Polizei ein Zeichen, sich dahin zu setzen, und dictirte ihm mit leiser Stimme einen Brief von wenig Zeilen. Nach Vollendung des Schreibens durchlas es der Kaiser noch einmal mit groesster Aufmerksamkeit und unterzeichnete es, nachdem er seinem Namen noch die Worte: "_Byt po semu_", welche "So geschehe es" bedeuten und eine gewoehnliche Bestaetigungsformel der russischen Kaiser ausmachen, vorgesetzt hatte. Der Brief ward dann in ein Couvert gesteckt und mit einem Siegel mit dem kaiserlichen Wappen verschlossen. Der Czaar erhob das Schriftstueck und winkte Michael Strogoff, sich zu naehern. Dieser that dann einige Schritte vorwaerts und blieb wieder unbeweglich vor seinem Kaiser stehen. Noch einmal sah der Czaar ihn durchdringend, Auge in Auge, in's Gesicht. Dann begann er: "Dein Name? -- Michael Strogoff, Sire. -- Deine Stellung? -- Kapitaen bei den Courieren des Czaaren. -- Du kennst Sibirien? -- Ich stamme daher. -- Du bist geboren? -- In Omsk. -- Hast Du Verwandte in Omsk? -- Meine alte Mutter." Der Czaar unterbrach einen Augenblick die Reihe seiner Anfragen. Dann fuhr er fort, indem er dem Courier den Brief zeigte, den er in der Hand hielt: "Hier ist ein Brief, den ich Dich, Michael Strogoff, beauftrage, dem Grossfuersten eigenhaendig, keinem, keinem Anderen! - zu ueberliefern. -- Ich wer
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